Mit dem Rollator in den Urlaub – die wichtigsten Tipps

Der Rollator ist für viele Menschen weit mehr als ein Hilfsmittel – er ist der Schlüssel zu einem mobilen, selbstbestimmten Leben. Und das soll auch im Urlaub so bleiben. Gerade für Senioren und für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist das Thema Reisen aber oft mit vielen Fragen verbunden. In diesem Beitrag erhalten Sie die wichtigsten Tipps für Ihren nächsten Urlaub mit Rollator – von der Vorbereitung über die Anreise bis zur Wahl barrierefreier Unterkünfte. Hier finden Sie alles, was Sie für entspannte und sichere Reisen mit Rollator wissen müssen – für einen Urlaub voller schöner Erlebnisse.

Rollator oder doch lieber Rollstuhl? Die richtige Mobilitätshilfe für unterwegs

Bevor Sie mit der Planung von Anreise, Unterkunft und Programm loslegen, lohnt sich ein Blick auf das Hilfsmittel, das Sie mitnehmen möchten. Ein Rollator unterstützt Sie oder Ihre Reisebegleitung beim Gehen und gibt Halt vor allem auf kürzeren Strecken, während ein Rollstuhl für längere Strecken besser geeignet ist.

Verbringen Sie den Urlaub überwiegend in einer Hotelanlage, unterstützt der Rollator Sie oder Ihre Reisebegleitung bei den täglichen kleinen Fahrten innerhalb der Anlage oder im Appartement. Sind auch Unternehmungen geplant, ist ein Rollstuhl oft die bessere Alternative. Wenn Sie unsicher sind und ohnehin mit dem Auto anreichen, können Sie sogar beide Hilfen mitnehmen.

Bei rcs-pro.de finden Sie sowohl Rollatoren als auch Rollstühle und passendes Rollstuhl-Zubehör. Welche Mobilitätshilfe die richtige ist, hängt von Ihrem Alter, Ihrer Kondition und Ihrem Reiseziel ab.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Eine frühzeitige Vorbereitung ist das A und O für einen entspannten Urlaub mit Rollator. Je sorgfältiger die Planung, desto entspannter der Aufenthalt. Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Reiseziel, die Anreise und die Unterkunft in Ruhe zu prüfen und alles gut zu durchdenken.

Planen Sie die Reise am besten schrittweise und nehmen Sie schon vor Reiseantritt Kontakt zu Reiseanbietern oder Transportmitteln auf, um Unterstützung zu organisieren. Viele Reiseanbieter beantworten Ihre Fragen gern vorab. So lassen sich Hindernisse wie steile Rampen, hohe Einstiege oder enge Türen früh erkennen.

Ein ebenfalls wichtiger Punkt der Vorbereitung: Lassen Sie Ihren Rollator vor Reiseantritt von einem Fachmann warten. Geprüft werden sollten vor allem die Bremsen und der Klappmechanismus – eine einfache Regel für mehr Sicherheit unterwegs.

Den passenden Rollator für die Reise wählen

Nicht jeder Rollator eignet sich gleich gut für Reisen. Für unterwegs sollten Sie leichtes Gepäck bevorzugen und einen wendigen, einfach faltbaren Rollator verwenden. So bleiben Sie flexibel und sparen bei der Anreise wertvolle Kraft.

Reise-Rollatoren sollten klapp- oder faltbar sein und ein geringes Gewicht aufweisen. Moderne Leichtgewichtrollatoren aus Aluminium oder Carbon mit größeren Rädern bieten optimale Flexibilität und Komfort.

Drive Medical Indoor Rollator ROOMBA

Es lohnt sich, auf die Unterschiede der Modelle zu achten: Ein Indoor Rollator ist schmal und wendig und damit ideal für die Unterkunft, während ein robuster Outdoor Rollator mit Vollreifen und Profil auch im Gelände sicher rollt. Hochwertige Modelle mit profilierten Vollreifen bieten zudem eine höhere Pannensicherheit.

In der Regel wollen Sie nicht mehrere Rollatoren mit auf Reisen nehmen – überlegen Sie, welche Anforderungen am wichtigsten sein werden und nehmen Sie das hierfür passende Modell mit.

Im Sortiment von rcs-pro.de finden Sie eine große Auswahl faltbarer Leichtgewicht- und Reise-Rollatoren in verschiedenen Modellen – plus passendes Zubehör für jede Reise.

Die Anreise: das passende Verkehrsmittel wählen

Bei der Anreise haben Sie viele Möglichkeiten. Welches Verkehrsmittel das richtige ist, hängt von Ihrem Reiseziel, Ihrem Budget und Ihrer persönlichen Mobilität ab.

Mit dem Auto

Das Auto bietet die größte Flexibilität. Der faltbare Rollator findet im Kofferraum problemlos Platz und Sie können Pausen einlegen, wann immer Sie möchten. Für viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das Auto deshalb das bequemste Transportmittel für die Anreise.

Mit Bahn und Bus

In Fernzügen der Deutschen Bahn ist die Mitnahme von Rollatoren in der Regel problemlos möglich. Die Deutsche Bahn bietet Unterstützung beim Ein- und Aussteigen, Sie können Ihre Reise mit Rollstuhl oder Rollator außerdem online anmelden.

Auch viele moderne Reisebusse sind heute barrierefrei ausgestattet. Fragen Sie vor der Buchung beim Anbieter nach, ob der Bus über eine Rampe oder einen Lift verfügt und wo der Rollator während der Fahrt verstaut wird.

Mit dem Flugzeug oder auf Kreuzfahrt

Die Mitnahme von Gehhilfen ist bei den meisten Fluggesellschaften in der Regel problemlos und kostenlos möglich. Im Flugzeug kann die Gehhilfe auf jeden Fall im Frachtraum transportiert werden und steht am Ziel wieder bereit. Häufig ist es auch möglich, einen faltbaren Rollator in den Passierraum mit zunehmen und ihn dort als Handgepäck zu verstauen. Prüfen Sie für detaillierte Informationen die Bestimmungen der jeweiligen Fluggesellschaft. Innerhalb der EU sind Flughäfen und Fluggesellschaften gesetzlich verpflichtet, auf die Bedürfnisse von Reisenden mit Behinderungen einzugehen. Eine Anmeldung des Bedarfs ist jedoch 48 h vor Abflug anzumelden.

Für eine Kreuzfahrt gilt Ähnliches: Bei Schiffsreisen innerhalb der EU bestehen gesetzliche Vorgaben zur Barrierefreiheit und auch Hilfeleistung. Die Reiseanbieter müssen allerdings stets vorab über die Mobilitätseinschränkung informiert werden.

Barrierefreie Unterkünfte und Reiseziele

Das richtige Reiseziel entscheidet maßgeblich über den Komfort Ihres Urlaubs. Prüfen Sie bei Hotels, ob die Zimmer schwellenfrei sind und ein stufenlos zugängliches Badezimmer bieten. Viele Hotels werben heute aktiv mit rollstuhlgerechten Zimmern – fragen Sie im Zweifel direkt nach, solche Hinweise ersparen Ihnen später böse Überraschungen.

Beliebte Reiseziele wie die Nord- und Ostseeküste bieten barrierefreie Zugänge zu vielen Sehenswürdigkeiten und machen den Urlaub auch für Senioren mit Rollator komfortabel. Viele Senioren reisen heute ganz selbstverständlich mit Rollator und entdecken Ihr Land und die Welt. Auch in anderen Regionen achtet man stark auf Barrierefreiheit, sodass entspannte Besuche fast überall möglich sind.

In Deutschland gibt es darüber hinaus viele Wellness- und Kurorte mit barrierearmen Hotels und Gesundheitszentren, die auf die Bedürfnisse von Senioren und Menschen mit Behinderungen spezialisiert sind. Solche Hotels bieten oft besonders viel Unterstützung vor Ort. Ob Kurztrip an die Ostsee, Städtereise mit der Familie oder ausgedehnte Kreuzfahrt – die Möglichkeiten für einen barrierefreien Urlaub mit hohem Komfort sind groß.

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Sicher unterwegs am Urlaubsort

Am Reiseziel angekommen, sorgen ein paar einfache Tipps für mehr Sicherheit bei der Fortbewegung mit dem Rollator:

Planen Sie für Ausflüge sowie für Besuche von Restaurants oder Sehenswürdigkeiten genug Zeit ein. Für regelmäßige Pausen können Sie die Sitzfläche Ihres Rollators nutzen, gerade an langen Sightseeing-Tagen. Wenn Sie auf dem Rollator Platz nehmen, stellen Sie immer die Bremsen fest.

Achten Sie beim Gehen auf Ihre Sicherheit: Führen Sie den Rollator nah am Körper und hängen Sie schwere Taschen nicht an die Griffe, da das die Stabilität gefährdet. Beladen Sie den Korb gleichmäßig – so bleibt Ihre Gehhilfe stabil. Mit etwas Übung sind Sie auf ebenen Wegen genauso unbeschwert unterwegs wie alle anderen Reisenden und können problemlos eigene Touren durch fremde Städte unternehmen.

Es ist außerdem oft ratsam, eine Begleitperson dabei zu haben. Sie kann nicht nur unterstützen und eine nette Gesellschaft sein, sondern erhält bei vielen Anbietern auch ermäßigte Angebote. Eine sorgfältige Planung hilft Ihnen, diese Unterstützung optimal zu nutzen.

Rollator fit für den Urlaub machen

Rüsten Sie Ihren Rollator zum perfekten Urlaubsbegleiter auf! Mit dem umfangreichen Zubehör-Sortiment für Rollatoren von rcs-pro.de sind Sie für jede Reise bestens ausgestattet.

Taschen und Körbe

Genug Stauraum für Portemonnaie, Jacke, Getränke, Snacks und Einkäufe bieten die zahlreichen Varianten von Körben und Taschen, die Sie am Rollator befestigen können. So können Sie auf einen zusätzlichen Rucksack verzichten und auch Ihre Begleitperson hat die Hände frei.

Sonnenschirm

Vor allem im Sommerurlaub ist guter Sonnenschutz unerlässlich. Passende Sonnenschirme können direkt am Rollator befestigt werden, so haben Sie Ihr Schattenplätzchen immer mit dabei.

Rückengurt

Ab und zu hinsetzen, das entlastet müde Beine. Wenn gerade keine Bank frei ist, haben Sie mit Ihrem Rollator ebenfalls einen Sitzplatz immer dabei. Ein Rückengurt macht das Ganze noch bequemer.

Für kleine Reparaturen unterwegs

Packen Sie auf jeden Fall ein kleines Reparaturset ein: ein Inbusschlüssel und Ersatzschrauben sind die Basics. Lassen Sie Ihren Rollator vor der Reise noch einmal komplett durchchecken und tauschen Sie Verschleißteile lieber vorher noch aus, bevor diese ausgerechnet auf der Reise den Geist aufgeben.

Fazit

Sie sehen: Reisen mit Rollator ist heute einfacher denn je. Mit den richtigen Tipps, guter Planung, der passenden Mobilitätshilfe und barrierearmen Unterkünften steht Ihrem Urlaub nichts mehr im Wege!


Häufige Fragen rund ums Reisen mit Rollator

Wie reist man mit Rollator und Koffer?

Am besten mit leichtem Gepäck und, wenn möglich, einer Begleitperson. Hängen Sie den Koffer nie an die Griffe des Rollators, da das die Stabilität gefährdet. Ein Trolley mit Rollen, den eine zweite Person zieht, oder der Versand des Gepäcks vorab an die Unterkunft sind praktische Lösungen.

Wie packt man einen Rollator für die Reise?

Klappen Sie den Rollator nach Herstelleranleitung zusammen und sichern Sie den Klappmechanismus. Bei Flugreisen melden Sie ihn vorab als „Mobility Aid“ an. Für den Transport im Auto oder Zug schützt eine Hülle den Rollator vor Kratzern und Schmutz.

Wie fährt man richtig mit einem Rollator?

Gehen Sie aufrecht zwischen den Holmen, nicht dahinter, und führen Sie den Rollator nah am Körper. Die Arme bleiben dabei leicht gebeugt. Auf abschüssigen Wegen bremsen Sie sanft mit beiden Händen, um sicher und kontrolliert unterwegs zu sein.

Wie komme ich mit dem Rollator die Treppen runter?

Einzelne Stufen oder Absätze überwinden Sie mit der Ankipphilfe des Rollators. Längere Treppen sollten Sie meiden und stattdessen Aufzug oder Rampe nutzen. Ist das nicht möglich, hilft eine Begleitperson, und der Rollator wird getrennt getragen.