Ein Tracheostoma ist für Betroffene und Angehörige oftmals ein einschneidendes Ereignis. Die Öffnung in der Luftröhre verändert den Alltag und wirft viele Fragen auf. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über das Tracheostoma: von den Gründen für den Eingriff über die verschiedenen Arten bis hin zur Versorgung im Alltag.
Was ist ein Tracheostoma?
Ein Tracheostoma bezeichnet eine künstlich angelegte Öffnung in der Luftröhre (Trachea), die einen direkten Zugang zur Luftröhre ermöglicht. Diese Öffnung wird chirurgisch durch die Halsweichteile nach außen angelegt und dient als alternativer Atemweg, wenn die normale Atmung über Nase und Mund nicht mehr ausreichend funktioniert.
Der medizinische Eingriff zur Anlage eines Tracheostomas wird als Tracheotomie oder Luftröhrenschnitt bezeichnet. Dabei wird ein direkter Zugang durch den Hals zur Trachea geschaffen. In die entstandene Öffnung wird eine Trachealkanüle eingesetzt – ein Röhrchen, das die Öffnung offenhält und die Atmung sichert. Die Kanüle ermöglicht es, dass die Atemluft direkt in die Luftröhre und von dort in die Lunge gelangt, ohne den Weg über Nase, Mund und Kehlkopf nehmen zu müssen.
Warum bekommt man ein Tracheostoma?
Die Gründe für eine Tracheotomie sind vielfältig. Ein Tracheostoma wird immer dann notwendig, wenn die natürlichen Atemwege blockiert sind oder die Atmung nicht mehr selbstständig funktioniert. Die Gründe für die Anlage eines Tracheostomas sind vielfältig und können vorübergehend oder dauerhaft sein.
Die häufigsten Gründe sind:
- Langzeitbeatmung: Der häufigste Grund für ein Tracheostoma ist die Notwendigkeit einer längerfristigen Beatmung auf der Intensivstation. Wenn absehbar ist, dass Patienten länger als etwa 10–14 Tage beatmet werden müssen, wird häufig eine Tracheotomie in Erwägung gezogen. Dies erleichtert die Beatmung und ist für die Betroffenen oft angenehmer als eine langfristige Intubation über Mund oder Nase.
- Schwere Erkrankungen der Atemwege: Bei verschiedenen Erkrankungen, die die oberen Atemwege blockieren oder einengen, kann ein Tracheostoma lebensrettend sein. Dazu gehören z.B. Tumore im Bereich von Hals und Kehlkopf, schwere Entzündungen oder Verletzungen im Bereich der oberen Atemwege.
- Neurologische Erkrankungen: Nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma können Patienten häufig nicht mehr selbstständig atmen oder haben schwere Schluckstörungen. In diesen Fällen schützt das Tracheostoma die Atemwege und ermöglicht eine sichere Atmung.
- Laryngektomie: Bei einer vollständigen Kehlkopfentfernung (Laryngektomie), die meist bei Kehlkopfkrebs notwendig wird, ist ein dauerhaftes Tracheostoma unvermeidbar. Die Luftröhre wird dabei dauerhaft an die Halsöffnung angenäht, da die natürliche Verbindung zwischen Rachen und Luftröhre nicht mehr besteht.
- Schluckstörungen und Aspirationsgefahr: Wenn die Gefahr besteht, dass Speichel, Flüssigkeiten oder Nahrung in die Luftröhre gelangen (Aspiration), kann ein Tracheostoma mit geblockter Kanüle die Atemwege besser schützen und das Risiko schwerer Lungenentzündungen verringern.
- Schwere Verletzungen: Bei Unfällen mit Verletzungen im Gesichts- und Halsbereich kann ein Tracheostoma notwendig sein, um die Atmung zu sichern.
Wie wird ein Tracheostoma angelegt?
Es gibt verschiedene Verfahren zur Anlage eines Tracheostomas, die sich in ihrer Technik und ihrem Verwendungszweck unterscheiden:
Die chirurgische Tracheotomie
Bei der plastisch-chirurgischen Tracheotomie wird ein stabiles, mit der Haut vernähtes Tracheostoma (Tracheostomie) geschaffen. Zuerst erfolgt ein Schnitt in die Haut am Hals, meist einige Zentimeter unterhalb des Kehlkopfes. Anschließend wird die darunter liegende Luftröhre eröffnet. Die entstandene Öffnung in der Trachea wird dann mit der Haut vernäht, wodurch ein stabiles, epithelialisiertes Stoma entsteht. Diese Methode kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn eine längerfristige oder dauerhafte Anlage erforderlich ist.

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert etwa 30-45 Minuten. Nach der Operation wird sofort eine Trachealkanüle eingesetzt, die das Tracheostoma offenhält und die Atmung sichert. Die Wundränder heilen in der Regel innerhalb von 7-10 Tagen. Bei dieser Methode ist der Bereich um das Stoma herum besonders stabil, was den späteren Wechsel der Trachealkanülen erleichtert.
Die dilatative Tracheotomie (Punktionstracheotomie)
Die dilatative Tracheotomie oder Punktionstracheotomie ist ein minimalinvasives Verfahren, das häufig auf Intensivstationen durchgeführt wird. Bei dieser Technik wird zunächst eine Hohlnadel durch die Haut in die Luftröhre eingebracht (Punktion). Über einen Führungsdraht wird dann die Öffnung mit speziellen Dilatatoren (kegelförmigen Instrumenten) schrittweise erweitert, bis die Trachealkanüle eingeführt werden kann.
Diese Dilatationstracheotomie hat den Vorteil, dass sie am Patientenbett durchgeführt werden kann und weniger invasiv ist. Der Eingriff dauert nur etwa 15-20 Minuten. Allerdings ist das so geschaffene Stoma weniger stabil als bei der chirurgischen Methode. Wenn die Kanüle entfernt wird, verschließt sich die Öffnung meist innerhalb weniger Tage von selbst. Dieses Verfahren eignet sich daher besonders für vorübergehende Tracheostomata.
Welche Arten von Trachealkanülen gibt es?
Die Trachealkanüle ist das zentrale Element der Tracheostomaversorgung. Sie hält die Öffnung offen und ermöglicht die Atmung. Es gibt verschiedene Arten von Trachealkanülen, die sich in Material, Aufbau und Funktion unterscheiden:
Materialien
- Kunststoff-Kanülen: Die meisten modernen Trachealkanülen bestehen aus flexiblen Kunststoffen wie Silikon, PVC oder Polyurethan. Diese Materialien sind thermosensibel und passen sich der Körpertemperatur und der Anatomie der Luftröhre an. Sie sind angenehm zu tragen, leicht und neigen kaum zur Borkenbildung im Inneren.
- Silber-Kanülen: Kanülen aus Silber sind stabiler und starrer, benötigen aber nur eine geringe Wandstärke. Dies ist von Vorteil bei engem Tracheostoma. Silberkanülen lassen sich besonders gut reinigen und sterilisieren, können aber die Luftröhre eher reizen und führen zu einer stärkeren Auskühlung der Atemluft.
Aufbau der Kanülen
- Einteilige Kanülen: Diese bestehen aus einem einzigen Stück und müssen zur Reinigung komplett entfernt werden. Sie kommen häufig bei kurzfristigen Versorgungen zum Einsatz.
- Mehrteilige Kanülen: Diese Trachealkanülen verfügen über eine Außenkanüle, die im Tracheostoma verbleibt, und eine herausnehmbare Innenkanüle (auch „Seele“ genannt). Die Innenkanüle kann zur Reinigung mehrmals täglich entfernt werden, ohne dass die Außenkanüle aus dem Stoma genommen werden muss. Dies ist hygienischer und schonender für das Gewebe.
Funktionale Unterschiede
- Ungeblockte Kanülen: Diese haben keine Manschette (Cuff) und werden bei Patienten eingesetzt, die sicher schlucken können und keine Beatmung benötigen. Bei Kindern werden bevorzugt ungeblockte Trachealkanülen verwendet.
- Geblockte Kanülen: Diese Trachealkanülen verfügen über einen aufblasbaren Cuff am unteren Ende des Kanülenrohrs, der die Luftröhre abdichtet. Der Cuff dichtet die Luftröhre teilweise ab und kann das Risiko verringern, dass Speichel, Flüssigkeiten oder Nahrung in die Luftröhre gelangen. Geblockte Kanülen sind notwendig bei Beatmung und bei Patienten mit Schluckstörungen, da sie vor Aspiration schützen.
- Gefensterte Kanülen: Gefensterte Kanülen besitzen eine Öffnung (Fenster) im oberen Bereich des Kanülenrohrs. Bei entblockter Kanüle kann ein Teil der Ausatemluft durch diese Fensterung über den Kehlkopf strömen und so das Sprechen ermöglichen. In Kombination mit einem Sprechventil – das nur bei ungeblockter bzw. entblockter Trachealkanüle verwendet werden darf – können viele Betroffene wieder ihre Stimme nutzen.
- Kanülen mit Sprechventil: Spezielle Sprechventile ermöglichen die Stimmbildung, indem sie die Ausatemluft über den Kehlkopf leiten. Dies ist eine wichtige Möglichkeit für Menschen mit Tracheostoma, wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Auch diese dürfen nur bei ungeblockter bzw. entblockter Trachealkanüle verwendet werden.
Ist ein Tracheostoma dauerhaft?
Ob ein Tracheostoma dauerhaft ist, hängt von der Grunderkrankung ab. Viele Tracheostomata sind nur vorübergehend notwendig.
Vorübergehende Versorgung: Wurde die Tracheotomie beispielsweise zum Schutz der Atemwege nach einer Operation oder zur Langzeitbeatmung nach einem schweren Unfall vorgenommen, bleibt das Tracheostoma in der Regel nur für einige Wochen bis wenige Monate bestehen. Sobald der Patient wieder selbstständig atmen und schlucken kann, wird die Trachealkanüle entfernt. Die Öffnung verschließt sich dann meist von selbst innerhalb weniger Tage, oder sie wird chirurgisch verschlossen.
Dauerhafte Versorgung: Bei einer vollständigen Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) ist das Tracheostoma dauerhaft und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Auch bei schweren chronischen Erkrankungen oder dauerhafter Beatmungspflicht kann ein Tracheostoma für den Rest des Lebens notwendig sein.
Wie lange kann man mit einem Tracheostoma leben?
Menschen mit einem dauerhaften Tracheostoma können ein normales Leben mit hoher Lebensqualität führen. Mit der richtigen Versorgung, Schulung und Unterstützung ist ein weitgehend selbstbestimmter Alltag möglich. Viele Menschen mit Tracheostoma leben jahrzehntelang damit und nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil.
Die Lebenserwartung hängt nicht vom Tracheostoma selbst ab, sondern von der Grunderkrankung, die das Tracheostoma notwendig gemacht hat. Bei Menschen, die nach einem Unfall oder einer vorübergehenden schweren Erkrankung ein Tracheostoma erhielten und bei denen die Grunderkrankung ausgeheilt ist, besteht eine normale Lebenserwartung.
Kann man mit einem Tracheostoma sprechen?
Ja, Sprechen ist mit einem Tracheostoma möglich – allerdings nicht auf natürlichem Wege. Da die Atemluft über die Kanüle geleitet wird und nicht mehr über die Stimmbänder strömt, ist ohne Hilfsmittel keine Stimmbildung möglich. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, die Sprechfähigkeit wiederzuerlangen:
- Gefensterte Kanülen und Sprechventile: Diese ermöglichen, dass ein Teil der Ausatemluft über den Kehlkopf geleitet wird und die Stimmbänder zum Schwingen bringt. Mit etwas Übung können Betroffene so wieder sprechen.
- Entblockung des Cuffs: Bei Patienten mit geblockten Trachealkanülen kann der Cuff vorübergehend entblockt werden, sodass Luft am Kehlkopf vorbeiströmen kann. Dies muss jedoch immer unter fachkundiger Anleitung erfolgen.
- Stimmprothesen / elektronische Hilfen: Nach einer Laryngektomie, wenn der Kehlkopf vollständig entfernt wurde, kommen unterschiedliche Sprechhilfen zum Einsatz:
– tracheoösophageale Stimmprothesen (Ventilsysteme zwischen Luftröhre und Speiseröhre)
– sowie elektronische Hilfen wie ein Elektrolarynx.
Mit logopädischer Unterstützung können viele Betroffene wieder verständlich sprechen und ihre Kommunikationsfähigkeit zurückgewinnen. Dies trägt erheblich zur Lebensqualität bei.
Kann man mit einem Tracheostoma essen und trinken?
Grundsätzlich ist Essen und Trinken mit einem Tracheostoma möglich, allerdings gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten:
- Bei ungeblockten Kanülen: Wenn keine Schluckstörungen vorliegen und die Trachealkanüle ungeblockt ist, können Betroffene normal essen und trinken. Die Nahrungsaufnahme erfolgt wie gewohnt über Mund und Speiseröhre.
- Bei geblockten Kanülen: Hier ist die Situation komplexer. Der aufgeblasene Cuff dichtet die Luftröhre teilweise ab und kann das Risiko verringern, dass Nahrung oder Flüssigkeiten in die Atemwege gelangen. Er bietet jedoch keinen vollständigen Schutz vor Aspiration und kann das Schlucken zusätzlich erschweren, da er Druck auf die Speiseröhre ausübt. Daher sollte die orale Nahrungsaufnahme bei geblockter Kanüle nur nach logopädischer bzw. ärztlicher Abklärung und unter gezielter Schlucktherapie erfolgen.
- Geschmacks- und Geruchssinn: Da die Atemluft bei geblockten Trachealkanülen nicht mehr durch Nase und Mund strömt, sind Geruchs- und Geschmackssinn oft erheblich beeinträchtigt. Dies kann die Freude am Essen mindern. Einige Menschen mit Tracheostoma lernen jedoch, beim Essen bewusst durch die Nase zu atmen, um den Geruchssinn zumindest teilweise zu nutzen.
- Aspirationsgefahr: Bei Schluckstörungen besteht die Gefahr, dass Nahrung oder Flüssigkeiten in die Luftröhre gelangen (Aspiration). Dies kann zu schweren Lungenentzündungen führen. Daher ist eine gründliche Abklärung der Schluckfunktion und gegebenenfalls eine Anpassung der Nahrungskonsistenz notwendig.
Die richtige Versorgung und Pflege des Tracheostomas
Eine sorgfältige Tracheostomapflege ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten. Die Versorgung umfasst mehrere Aspekte: Vor jeder Pflege des Tracheostomas müssen die Hände gründlich desinfiziert werden, um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

Reinigung und Wechsel der Trachealkanüle
Die Innenkanüle sollte mindestens zweimal täglich, bei starker Sekretbildung auch häufiger gereinigt werden. Die komplette Trachealkanüle wird nach Herstellerangaben gewechselt – in der Praxis meist alle 2–4 Wochen, spätestens jedoch nach etwa vier Wochen oder bei sichtbarer Verschmutzung bzw. Beschädigung.
In den ersten Tagen nach der Anlage des Tracheostomas sollte der Wechsel nur durch geschultes medizinisches Fachpersonal erfolgen. Später können auch Patienten selbst oder deren Angehörige den Trachealkanülenwechsel durchführen – vorausgesetzt, sie wurden entsprechend geschult.
Pflege der Haut um das Stoma
Die Haut rund um das Tracheostoma ist besonders empfindlich und muss sorgfältig gepflegt werden. Trachealkompressen schützen die Haut vor Reibung durch die Kanüle und nehmen Sekret auf. Diese sollten regelmäßig gewechselt werden, um die Haut trocken und sauber zu halten. Bei der Pflege eines Tracheostomas sollten spezielle Schlitzkompressen verwendet werden, niemals zugeschnittene Mullkompressen.
Die Reinigung der Haut um das Stoma herum sollte mindestens einmal täglich mit klarem Wasser oder einer milden Reinigungslösung erfolgen. Dabei ist auf Rötungen, Schwellungen oder Entzündungszeichen zu achten. Anzeichen einer Infektion oder schlechten Hautveränderungen am Tracheostoma erfordern eine sofortige ärztliche Konsultation.
Befeuchtung der Atemluft
Ein großes Problem bei Menschen mit Tracheostoma ist die fehlende Befeuchtung und Erwärmung der Atemluft. Normalerweise übernehmen Nase und obere Atemwege diese Aufgabe. Bei einem Tracheostoma fällt diese natürliche Klimatisierung weg, was zu trockenen Schleimhäuten, vermehrter Schleimbildung und erhöhtem Infektionsrisiko führen kann.
- HME-Filter (Heat and Moisture Exchanger): Diese speziellen Filter werden auf die Trachealkanüle aufgesetzt und fangen die Feuchtigkeit und Wärme der Ausatemluft auf, um sie bei der nächsten Einatmung wieder abzugeben. Zusätzlich filtern sie Staub und Keime aus der Atemluft.
- Inhalationen: Regelmäßige Inhalationen mit Kochsalzlösung können helfen, die Atemwege feucht zu halten und Sekret zu lösen. Bei RCS Pro finden Sie hochwertige Inhalatoren, die speziell für die Anwendung bei Atemwegserkrankungen entwickelt wurden. Diese Geräte ermöglichen eine effektive Befeuchtung der Atemwege und erleichtern das Abhusten von Sekret.
Absaugen von Sekret
Die Lunge produziert ständig Schleim, der normalerweise durch Husten und Räuspern entfernt wird. Bei Menschen mit Tracheostoma ist dieser natürliche Reinigungsmechanismus oft eingeschränkt. Daher muss das Trachealsekret regelmäßig abgesaugt werden.
Das Absaugen sollte schonend und nur bei Bedarf erfolgen, um die empfindliche Schleimhaut nicht zu verletzen. Die Technik muss von Fachpersonal erlernt werden. Wichtig ist die Verwendung steriler Absaugkatheter und die Einhaltung hygienischer Standards.
Das vielfältige RCS Pro Sortiment bietet Ihnen im Bereich der Praxisbedarf-Absauger verschiedene Absaugsysteme, die für die häusliche Pflege geeignet sind und die Versorgung erleichtern.
Atemtraining und Atemübungen
Auch mit einem Tracheostoma ist Atemtraining wichtig, um die Atemmuskulatur zu stärken und die Lungenkapazität zu erhalten. Spezielle Atemtrainer können dabei helfen, die Atmung zu verbessern und die Belüftung der Lunge zu unterstützen.

Auch verschiedene Atemtrainer finden Sie im RCS Pro Onlineshop, die sich auch für Menschen mit Tracheostoma eignen. Der RC Cornet Plus beispielsweise hilft bei der Sekretelimination und unterstützt die Atemwege. Diese Hilfsmittel können unter Anleitung von Physiotherapeuten eingesetzt werden, um die Atemfunktion zu optimieren.
Schulung und Beratung für Patienten und Angehörige
Die Umstellung auf das Leben mit einem Tracheostoma kann eine große Herausforderung darstellen. Eine umfassende Schulung von Patienten und Angehörigen ist daher unverzichtbar. Die meisten Krankenhäuser und Pflegedienste bieten entsprechende Schulungsprogramme an.
Die Schulung umfasst:
- Den sicheren Umgang mit der Trachealkanüle
- Das Erkennen von Komplikationen
- Die richtige Pflege des Stomas
- Absaugtechniken
- Notfallmaßnahmen
- Den Umgang mit Hilfsmitteln
Die Tracheostomapflege sollte regelmäßig überprüft und bei Veränderungen der Atemsituation angepasst werden.
Auch eine psychologische Beratung kann sinnvoll sein, um Ängste abzubauen und den Weg zurück zur Normalität zu erleichtern. Viele Betroffene berichten, dass gerade die ersten Wochen emotional sehr belastend sind. Der Austausch mit anderen Menschen, die ebenfalls ein Tracheostoma haben, kann hilfreich sein.
Leben mit Tracheostoma – Alltag und Perspektiven
Mit der Zeit und der richtigen Versorgung kehrt für viele Menschen mit Tracheostoma ein großes Stück Normalität zurück. Viele Aktivitäten des täglichen Lebens sind weiterhin möglich:
- Körperpflege: Duschen ist mit entsprechenden Schutzvorrichtungen möglich. Baden sollte jedoch vermieden werden, da Wasser nicht ins Tracheostoma gelangen darf.
- Sport und Bewegung: Viele Sportarten sind weiterhin möglich, auch wenn Wassersportarten ausscheiden. Spazierengehen, leichtes Wandern oder Gymnastik sind gut geeignet.
- Beruf: Je nach Art der Tätigkeit ist eine Rückkehr in den Beruf möglich. Wichtig ist, dass die Arbeitsumgebung nicht zu staubig ist und dass regelmäßige Pausen für die Pflege des Tracheostomas möglich sind.
- Reisen: Auch Urlaub und Reisen sind mit guter Vorbereitung möglich. Wichtig ist, ausreichend Pflegematerial und Ersatzkanülen mitzunehmen.
Fazit
Ein Tracheostoma ist ein einschneidender Eingriff, der das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen grundlegend verändert. Dennoch ist es mit der richtigen Versorgung, umfassender Schulung und geeigneten Hilfsmitteln möglich, ein weitgehend normales Leben zu führen. Die Technik hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, und moderne Trachealkanülen sowie Pflegesysteme ermöglichen heute einen deutlich besseren Komfort als früher.
Wichtig ist, dass Patienten und Angehörige gut informiert sind, Experten hinzuziehen und sich nicht scheuen, Fragen zu stellen. Je besser die Schulung und je routinierter der Umgang mit dem Tracheostoma wird, desto mehr Sicherheit und Lebensqualität gewinnen Betroffene zurück.
Unterstützung durch RCS-Pro
Bei RCS-Pro verstehen wir die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Tracheostoma und deren Angehörige. In unserem Sortiment finden Sie verschiedene Hilfsmittel, die die Versorgung und Pflege erleichtern:
- Atemhilfen: Unsere Atemtrainer und Inhalatoren unterstützen die Atmung und helfen, die Atemwege feucht zu halten.
- Pflege- und Hygieneartikel: Von Desinfektionsmitteln bis zu speziellen Pflegeartikeln – wir bieten alles, was für eine sorgfältige Tracheostomapflege notwendig ist.
- Mundpflege: Die Mundpflege bleibt auch mit Tracheostoma wichtig. Unsere Absaugzahnbürsten ermöglichen eine schonende Mundpflege, auch bei Patienten mit eingeschränkter Schluckfunktion.

Bei Fragen rund um unsere Produkte zur Tracheostomaversorgung stehen wir Ihnen bei RCS-Pro gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns telefonisch oder per E-Mail unter kundenservice@rcs-pro.de – unser geschultes Team unterstützt Sie kompetent und einfühlsam auf Ihrem Weg.




