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Hörverlust und Demenz: Wie Schwerhörigkeit das Demenzrisiko beeinflusst

Hören ist ein Sinn, der oft als selbstverständlich gilt – bis das Hörvermögen nachlässt. Mit steigendem Alter kämpfen viele Menschen mit Schwerhörigkeit. Was vielen nicht bewusst ist: Eine unbehandelte Hörminderung betrifft nicht nur die Ohren, sondern kann auch die Entwicklung einer Demenz begünstigen. Studien deuten darauf hin, dass Hörverlust ein Risikofaktor für kognitive Beeinträchtigungen und Demenzerkrankungen ist. In diesem Ratgeber erklären wir den Zusammenhang zwischen Hörsinn und Gehirn und zeigen, welche Maßnahmen Betroffene und Angehörige ergreifen können, um das Demenzrisiko zu verringern.

Altersschwerhörigkeit – ein weit verbreitetes Phänomen

Mit zunehmendem Alter durchläuft unser Gehör einen Alterungsprozess. Viele Menschen jenseits der 60 entwickeln eine Altersschwerhörigkeit, meist bedingt durch Veränderungen in der Hörschnecke (Innenohr) und dem Hörnerv. Oft werden zuerst hohe Töne und leise Geräusche schlechter wahrgenommen, später können auch Sprache und tiefere Töne betroffen sein. Typisch ist, dass beide Ohren gleichmäßig nachlassen. Betroffene überschätzen ihr Hörvermögen häufig – das Nachlassen passiert schleichend, und das Gehirn kompensiert. So wird zum Beispiel aus dem Kontext erraten, was akustisch nicht verstanden wurde, oder man liest vermehrt von den Lippen ab.

Warnzeichen für eine Hörminderung gibt es dennoch: Wenn jemand den Fernseher immer lauter stellen muss, häufiger nachfragt oder Gesprächen in Gruppen nur noch mit Mühe folgen kann, steckt oft eine Schwerhörigkeit dahinter. Alltägliche Gespräche werden anstrengend, besonders wenn es zu Störlärm kommt, wie er im Straßenverkehr oder in vollen Räumen auftritt. Viele ziehen sich dann aus Unsicherheit zurück. Dieser Rückzug und die Isolation, zu der eine Hörbeeinträchtigung führen kann, haben erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität.

Warum Hörverlust das Risiko einer Demenz erhöht

Hören und Gedächtnis sind eng miteinander verknüpft. Beim Verstehen von Sprache sind zahlreiche kognitive Funktionen beteiligt: Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprachverarbeitung. Lässt das Hören nach, muss das Gehirn mehr Energie aufwenden, um lückenhafte Informationen zu verarbeiten – Ressourcen, die dann für Denken und Merken fehlen. Ein unbehandelter Hörverlust kann so zu einem Abbau mentaler Reserven führen. Fachleute beschreiben es so: Fehlen auditive Reize, wird die Entwicklung einer Demenz möglicherweise beschleunigt – umgekehrt lässt sich durch den Ausgleich der Hördefizite der kognitive Verfall verlangsamen.

Hinzu kommt, dass Hörverlust und Demenz teilweise überlappende Symptome zeigen. Soziale Schwierigkeiten wie Missverständnisse, unsicheres Agieren in Gesprächen oder der Eindruck, andere Menschen sprächen „undeutlich“ oder verstehen einen absichtlich nicht, können bei Schwerhörigen auftreten. Diese erleben dann oft Niedergeschlagenheit, Ängstlichkeit oder ziehen sich von Gesprächen zurück. All das kennt man auch als frühe Symptome einer Demenz. Ältere Patienten vermuten nicht selten eine beginnende Demenz, obwohl in Wahrheit eine Hörminderung die Ursache der Probleme ist. Die Folge sind anhaltende Kommunikationsprobleme. Eine tatsächliche Demenzerkrankung könnte im frühen Stadium übersehen werden, da alle Symptome auf das schlechte Gehör geschoben werden (oder umgekehrt die Hörprobleme fälschlich als „geistiger Abbau“ interpretiert werden).

Ein weiterer Faktor ist die soziale Komponente: Wer schlecht hört, meidet oft gesellschaftliche Aktivitäten. Durch den Rückzug fehlen geistige Anreize und soziale Kontakte – ein Nährboden für Depression und kognitiven Abbau. Forscher erklären, dass ein reduziertes Hörvermögen zu Schwierigkeiten in der Kommunikation führt, was insbesondere das Gedächtnis beeinträchtigen kann. Die gute Nachricht: All das bedeutet nicht, dass Schwerhörige zwangsläufig dement werden – doch es zeigt, wie wichtig gutes Hören für die Hirngesundheit ist.

Studienlage: Hörminderung als Risikofaktor für Demenz

In den letzten Jahren häufen sich die Erkenntnisse, dass Schwerhörigkeit und Demenz zusammenhängen. Eine einflussreiche Untersuchung, der Lancet-Report zur Demenzprävention, nannte unbehandelte Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter als einen der größten potenziell vermeidbaren Risikofaktoren für Demenz. Schätzungen der Experten zufolge könnten weltweit etwa 7 % der Demenzfälle verhindert oder zumindest hinausgezögert werden, würde Hörverlust in der Lebensmitte konsequent behandelt. Zwar sind solche Zahlen Modellrechnungen, dennoch unterstreichen sie die Bedeutung der Hörgesundheit.

Auch konkrete Daten aus Bevölkerungsstudien stützen diese Zusammenhänge. Eine Langzeitstudie aus Leipzig begleitete über zwei Jahrzehnte rund 3.500 ältere Erwachsene über 75 Jahre. Das Ergebnis: Schwerhörige Studienteilnehmer entwickelten deutlich häufiger eine Demenz als gleichaltrige Personen mit normalem Gehör. Das Risiko, an Demenz zu erkranken, war bei den Hörbeeinträchtigten im Schnitt um 16 % erhöht – verglichen mit der Kontrollgruppe ohne Hörprobleme.

International sorgte zuletzt eine großangelegte britische Studie für Aufsehen. Die Auswertung von Daten tausender Senioren ergab, dass Menschen, die ein Hörgerät tragen, ein deutlich geringeres Demenzrisiko haben als unbehandelte Schwerhörige. Mit anderen Worten: Hörgeräteträger erkrankten seltener an Demenz. Ähnliche Hinweise kommen aus Dänemark: Hier zeigte sich in einer Untersuchung, dass zwar auch dort Schwerhörige häufiger an Demenz erkrankten, das Risiko aber niedriger ausfiel, wenn die Personen mit Hörhilfen versorgt waren. Wissenschaftler betonen, dass weitere Forschung nötig ist, um Ursache und Wirkung genau zu verstehen. Dennoch zeichnet sich ab, dass eine gute Hörgeräteversorgung Teil der Demenzprävention sein könnte.

Hörgeräteversorgung: Besseres Hören, besseres Leben

Moderne Hörhilfen können verlorenes Hörvermögen zwar nicht heilen, aber doch weitgehend ausgleichen. Dadurch können Betroffene wieder aktiver am Leben teilnehmen. Viele ältere Menschen zögern allerdings, ein Hörgerät anzuschaffen oder regelmäßig zu tragen – teils aus Angst vor Stigma, teils weil ihnen das Ausprobieren und Einstellen anfangs mühsam erscheint. Doch der Effekt lohnt sich: Experten berichten, dass mit verbessertem Hören auch die Lebensqualität deutlich zunimmt. Wer wieder versteht, was um ihn herum gesprochen wird, unternimmt mehr und kommt aus der Vereinsamung heraus. So können soziale Kontakte und Hobbies beibehalten oder wiederaufgenommen werden, was wiederum das Gedächtnis und die geistige Fitness stimuliert. Auch Symptome von Depression, Ängstlichkeit und Isolation lassen sich durch die Behandlung einer Hörstörung oft deutlich lindern. Und all das sind Faktoren, die auch für das Demenzrisiko bedeutsam sind.

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Wichtig ist eine frühzeitige Versorgung. HNO-Ärzte raten, nicht zu lange zu warten, wenn eine Hörverschlechterung eintritt. Je eher man wieder hören kann, desto besser kann sich das Gehirn an Hörgeräte gewöhnen und desto mehr Nervenzellen und Hörbahnen bleiben aktiv. Ist ein Hörgerät allein nicht mehr ausreichend – etwa bei hochgradigem Hörverlust – gibt es heute auch die Möglichkeit eines Cochlea-Implantats. Diese Innenohr-Prothese wandelt Schall in elektrische Impulse für den Hörnerv um. Selbst bei sehr alten Patienten kann ein Cochlea-Implantat noch erfolgreich eingesetzt werden, wenn ein Hörgerät nicht mehr hilft. Die Eingewöhnung erfordert zwar Training und Geduld, doch sie kann lohnend sein: Einige Betroffene mit Implantat können trotz beginnender Demenz länger kommunizieren und bleiben geistig aktiver. Ärzte berichten, dass Cochlea Implantat-Träger durch das neue Hören oft wieder Gesprächen folgen und nicht in völliger Isolation enden.

Tipps: Gehör stärken und Demenz vorbeugen

Eine gute Hörversorgung kann einen erheblichen Einfluss auf die geistige Gesundheit im Alter haben. Wir haben einige Maßnahmen zusammengestellt, die Betroffenen und ihren Angehörigen helfen können:

  • Hörtests nicht vergessen: Lassen Sie ab etwa 50 Jahren regelmäßig Ihr Gehör überprüfen – spätestens aber, sobald Sie Anzeichen von Hörproblemen bemerken (z. B. wenn Sie in ruhiger Umgebung schlecht verstehen oder Geräusche wie Telefonklingeln überhören). Der erste Gang führt meist zum Hausarzt, der Sie bei Bedarf an eine HNO-Praxis überweist. Dort kann ein Facharzt durch Hör- und Sprachtests feststellen, ob eine behandlungsbedürftige Hörminderung vorliegt. Früh erkannte Beeinträchtigungen des Hörens lassen sich am effektivsten versorgen.
  • Hörgerät anpassen und nutzen: Scheuen Sie sich nicht vor einem Hörgerät – moderne Geräte sind diskret und leistungsfähig. Lassen Sie sich vom HNO-Facharzt und Hörakustiker beraten, welches Modell Ihrem Bedarf entspricht. Wichtig ist, das Hörgerät regelmäßig zu tragen, damit sich Gehirn und Ohr daran gewöhnen. Anfangs fällt die Umstellung vielen schwer, doch mit etwas Übung verbessert sich das Sprachverständnis. Hörgeräteträger berichten oft, dass sie wieder aktiver am Leben teilnehmen und sich sicherer fühlen, etwa wenn sie den Fernseher oder die Türklingel hören können, ohne maximale Lautstärke einzustellen. Die Nachricht dabei lautet: Ein Hörgerät kann die Entwicklung einer Demenz zwar nicht rückgängig machen, aber es kann helfen, sie hinauszuzögern bzw. besser mit den Symptomen umzugehen.
  • Kommunikation und Umfeld anpassen: Sprechen Sie mit schwerhörigen Menschen langsam, deutlich und schauen Sie sie dabei an. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Hintergrundlärm bei Unterhaltungen – Geräusche aus Radio oder nebenei laufendem Fernseher erschweren das Verstehen. In Gesellschaft sollten sich alle bewusst sein, dass Schwerhörige mehr Zeit und Geduld brauchen. Angehörige können Gespräche moderieren, indem immer nur einer spricht und man wichtige Dinge wiederholt oder aufschreibt. So bleibt der hörbeeinträchtigte Mensch in der Gesellschaft eingebunden und fühlt sich nicht ausgeschlossen.
  • Sozial aktiv und geistig fit bleiben: Unabhängig vom Hören gilt: Geistige und soziale Aktivitäten halten das Gehirn auf Trab. Ermuntern Sie Betroffene, weiterhin ihren Interessen nachzugehen – sei es in Vereinen, beim Kartenspielen, Musizieren oder einfach im Kreis der Familie. Falls durch die Hörprobleme Unsicherheit besteht, helfen vielleicht Hilfsmittel wie Kopfhörer mit Verstärker für den Fernsehton oder Telefone mit Lautsprecherfunktion. Wichtig ist, dass man trotz Einschränkungen im Gespräch bleibt. Zur Demenzprävention gehören außerdem körperliche Bewegung, geistiges Training (z. B. Rätsel lösen, Lesen) und die Behandlung anderer Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Vereinsamung. Eine kombinierte Strategie aus guter Hörversorgung und gesundem Lebensstil kann das Demenzrisiko erheblich senken.
  • Hilfsmittel für Sicherheit nutzen: Gerade wenn schon eine leichte Demenzerkrankung vorliegt, können technische Helfer den Alltag sicherer machen. Beispielsweise geben mobile Notrufgeräte älteren Schwerhörigen mehr Sicherheit. Per Knopfdruck kann im Notfall Hilfe gerufen werden, auch wenn das Telefon nicht gehört wird. Im RCS Pro Online-Shop finden Sie eine Auswahl solcher Notrufgeräte und weiterer Alltagshilfen, die Senioren mehr Sicherheit und Unabhängigkeit ermöglichen. Vom Pflegeruf-Set bis zum Sturzsensor: Diese Produkte können zwar keinen Hörverlust ausgleichen, aber sie sorgen dafür, dass Betroffene im Alter trotz Beeinträchtigungen besser versorgt sind. Angehörige gewinnen ebenfalls an Ruhe, wenn sie wissen, dass im Ernstfall auf Knopfdruck ein Alarm abgesetzt wird.

Gutes Hören fördert die geistige Gesundheit

Zusammenfassend ist Hörverlust nicht „nur“ ein Problem der Ohren – er betrifft den ganzen Menschen und kann die Entwicklung einer Demenz beeinflussen. Die gute Nachricht: Indem man Hörminderungen ernst nimmt und behandelt, lässt sich dieses Risiko deutlich reduzieren. Ein passendes Hörgerät oder sogar ein Cochlea-Implantat kann Betroffenen ermöglichen, wieder aktiv am Leben teilzunehmen und Gedächtnis sowie Denkfähigkeit länger zu erhalten. Auch wenn ein Hörgerät den Alterungsprozess nicht stoppt, so kann es doch dazu beitragen, dass der Alterungsprozess insgesamt verlangsamt wird und Betroffene geistig wie sozial länger fit bleiben.

Wichtig ist, Hörprobleme nicht als unvermeidliche „Nebensache“ abzutun. Stattdessen gilt: Jede Hörminderung sollte vom Facharzt abgeklärt und, wenn nötig, behandelt werden. Gutes Hören bedeutet Lebensqualität, Teilhabe an der Gesellschaft und aktive Hirngesundheit bis ins hohe Alter. Indem wir das Gehör schützen und unterstützen, können wir möglicherweise auch einer Demenz ein Stück weit vorbeugen – für uns selbst und unsere Angehörigen.

Ess- und Trinkhilfen bei Arthritis und Rheuma – selbstständig essen und trinken trotz Greifschwäche

Arthritis und Rheuma können alltägliche Handgriffe zu einer Herausforderung machen – besonders das Essen und Trinken. Schmerzen, Steifheit oder Verformungen in den Fingergelenken führen oft zu einer verminderten Greifkraft (Greifschwäche). Was für gesunde Menschen selbstverständlich ist – etwa eine Gabel halten oder aus einem Glas trinken – wird für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen wie Rheumatoider Arthritis oder Arthrose mühsam. Die Folge: Mahlzeiten verlieren ihre Freude und können zur Frustquelle werden. Dabei sind regelmäßiges Essen und Trinken für Gesundheit, Appetit und Lebensqualität entscheidend.

In Deutschland sind schätzungsweise zwischen 1,5 und 2,1 Millionen Menschen von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen betroffen. Hinzu kommen viele weitere mit Arthrose (Gelenkverschleiß) im höheren Alter. Diese Erkrankungen verursachen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in den Gelenken – insbesondere Hände, Finger und Schultern sind oft betroffen. Wenn das Heben eines Bechers oder das Schneiden des Essens mit Messer und Gabel zur Anstrengung wird, sind praktische Hilfsmittel gefragt. Ess- und Trinkhilfen bei Arthritis und Rheuma ermöglichen es, trotz Einschränkungen wieder selbstständig zu essen und zu trinken. Sie reduzieren den nötigen Kraftaufwand, schonen schmerzende Gelenke und geben Betroffenen ein Stück Unabhängigkeit im Alltag zurück.

Alltagshürde Essen und Trinken bei Rheuma verstehen

Arthritis und Rheuma betreffen häufig die Hände und Handgelenke. Entzündete, geschwollene Gelenke verlieren an Beweglichkeit, die Feinmotorik leidet. Das sichere Greifen von Besteck oder Trinkgefäßen fällt schwer. Auch Zittern (z.B. bei rheumatischem Tremor oder Parkinson) kann das Essen und Trinken erschweren. Zudem führen Schmerzen oft dazu, dass Betroffene Ausweichbewegungen machen – zum Beispiel den Ellenbogen oder die Schulter hochziehen, um mangelnde Handfunktion zu kompensieren. Dies kann zu zusätzlichen Verspannungen führen.

Auch Schlaganfall-Patienten oder Menschen mit anderen Erkrankungen (etwa neurologische Störungen) kennen diese Probleme: Lähmungen oder Koordinationsstörungen können das Halten von Besteck und Gläsern nahezu unmöglich machen. Das Ergebnis ist, dass Mahlzeiten nur noch mit Hilfe eingenommen werden können – was die eigene Selbstständigkeit stark beeinträchtigt. Doch zum Glück gibt es eine Vielzahl an Hilfsmitteln, die hier unterstützen.

Spezialbesteck und ergonomisches Geschirr wurden speziell für Personen mit eingeschränkter Handfunktion entwickelt. Sie ermöglichen eine sichere Handhabung auch bei schwachem Griff oder begrenzter Beweglichkeit. Ebenso gibt es durchdachte Trinkhilfen – von speziellen Bechern bis hin zu Trinkhalmen – die das selbstständige Trinken erleichtern. Im Folgenden stellen wir wichtige Ess- und Trinkhilfen bei Arthritis, Rheuma und ähnlichen Handicaps vor und geben Tipps, worauf Sie achten können.

Spezialbesteck: Einfacheres Essen trotz schmerzender Gelenke

Wenn normales Besteck zur Herausforderung wird, kann Spezialbesteck Abhilfe schaffen. Es gibt heute eine große Auswahl an Esshilfen, die das Essen mit eingeschränkter Handkraft wesentlich erleichtern. Solches Besteck ist darauf ausgelegt, mit wenig Kraft und ohne schmerzhafte Bewegungen auszukommen. Dabei wird Wert auf eine ergonomische Form und rutschfeste Griffe gelegt.

Eine Übersicht gängiger Besteck-Helfer und wie sie Betroffene unterstützen:

  • Besteck mit verdickten Griffen: Gabeln, Löffel und Messer mit dicken, oft gepolsterten Kunststoffgriffen liegen besser in der Hand. Dank größerem Durchmesser können auch Personen mit eingeschränkter Fingerbeweglichkeit das Besteck in einer Faust oder mit wenig Fingerdruck sicher halten. Rutschfeste Materialien verhindern, dass das Besteck aus der Hand gleitet.
  • Winkel- oder Schwenk-Besteck: Bei Bewegungseinschränkungen im Handgelenk sind Besteckteile mit abgewinkeltem Griff hilfreich. Ein verstellbarer Löffel (z.B. Etac Feed mit Handschlaufe) kann so eingestellt werden, dass Speisen den Mund erreichen, ohne das Handgelenk stark drehen zu müssen. Das schont die Gelenke und ermöglicht Essen in einer bequemeren Haltung. Solche Löffel lassen sich meist universell an unterschiedliche Ansprüche anpassen – ob Rechts- oder Linkshänder, mehr oder weniger Winkel.
  • Besteckhalterungen und Handschlaufen: Für sehr schwache Hände gibt es Lösungen, bei denen das Besteck mit einer Manschette oder Schlaufe an der Hand fixiert wird. So müssen die Finger das Besteck nicht fest umschließen. Beispielsweise können Löffel oder Gabeln mit einer abnehmbaren Handschlaufe direkt an der Hand befestigt werden. Das bietet Unterstützung, wenn Greifen kaum noch möglich ist, und verhindert, dass das Besteck herunterfällt.
  • Ergonomische Messer: Das Schneiden von Speisen erfordert normalerweise viel Kraft. Spezialmesser mit angepasster Klinge – etwa ein Messer mit angewinkeltem Griff oder ein sogenanntes Wippmesser – erleichtern das Zerteilen von Speisen mit weniger Kraft- und Drehaufwand. Mit einem Wippmesser (Rocker Knife), das eine gebogene Klinge hat, kann man durch Wiegebewegungen schneiden, statt mit einer sägenden Bewegung. Das ist ideal für Menschen mit Arthrose in den Händen, da weniger Druck aufs Gelenk nötig ist.

Hinweis: Achten Sie bei der Auswahl von Spezialbesteck auf Qualitätsmerkmale wie bruchfestes, spülmaschinengeeignetes Material. Manche Menschen mit starkem Zittern (z.B. bei Parkinson) profitieren von etwas gewichteten Besteckteilen – ein gewisses Eigengewicht kann das Zittern reduzieren. Andere bevorzugen ultraleichtes Besteck, um belastete Gelenke zu schonen. Hier sind die individuellen Bedürfnisse entscheidend.

Einnehmebecher mit zwei Griffen

Spezielles Geschirr und Trinkhilfen: Sicher trinken mit schwachen Händen

Neben Besteck spielt auch geeignetes Geschirr und spezielle Trinkhilfen eine große Rolle, um mit eingeschränkter Handfunktion zurechtzukommen. Becher, Tassen und Gläser können für Menschen mit Greifschwäche schwer zu handhaben sein – das Risiko, einen vollen Becher fallen zu lassen oder zu verschütten, ist hoch. Um trotzdem selbstständig trinken zu können, wurden verschiedene Hilfsmittel entwickelt:

  • Becher mit Henkel(n): Einfache Maßnahme, große Wirkung – Tassen oder Becher mit einem Griff oder zwei großen Henkeln ermöglichen einen sicheren (Zwei-)Handgriff. Zwei gegenüberliegende Henkel verteilen das Gewicht und bieten beiden Händen Halt. Selbst wenn die Kraft in einer Hand nachlässt, kann die andere noch unterstützen. Für Menschen mit sehr geringer Fingerbeweglichkeit gibt es Becher mit extra großen Henkeln, in die die ganze Hand oder Faust passt.
  • Schnabelbecher und Trinkaufsätze: Schnabeltassen besitzen einen Aufsatz mit Trinkstutzen, der das Trinken erleichtert. Der Vorteil: Man muss den Kopf zum Trinken kaum nach hinten neigen – hilfreich bei eingeschränkter Nackenbeweglichkeit. Moderne Trinkaufsätze sind oft unauffälliger gestaltet als klassische Schnabelbecher. Viele lassen sich abnehmen, sodass der Becher auch wie ein normaler Trinkbecher verwendet werden kann.
  • Becher mit “Trink-Trick”: Einige innovative Trinkbecher (z.B. von ORNAMIN) haben einen konisch geformten, schrägen Innenboden. Dieser Trick ermöglicht es, den Becher zu leeren, ohne den Kopf in den Nacken legen zu müssen. Von außen sieht der Becher normal aus, innen sorgt der Trink-Trick dafür, dass die Flüssigkeit stets zum Rand fließt. Solche Becher sind ideal, wenn im Hals- und Nackenbereich Einschränkungen bestehen oder bei gewissen Schluckbeschwerden.
  • Rutschfeste Oberflächen: Viele spezielle Tassen und Gläser verfügen über strukturierte, griffsichere Oberflächen oder Gummibeschichtungen. Diese verhindern, dass ein Gefäß aus zitternden oder schwachen Händen gleitet. Beispielsweise gibt es Rillenbecher (Becher mit Noppen/Rillen), die auch bei schwacher Handmuskulatur gut gehalten werden können und mit Deckel/Aufsatz geliefert werden.
  • Warmhalte- und Thermobecher: Für Menschen, die langsam trinken, halten isolierte Thermobecher Getränke länger warm. Das nimmt den Druck, das Getränk hastig trinken zu müssen, und erhöht den Genuss. Viele Warmhalte-Becher sind bruchsicher und haben einen Deckel mit kleiner Trinköffnung, was das Verschütten minimiert.
  • Trinkhalme und Getränkereservoirs: Wenn das Anheben eines Bechers sehr schwerfällt, können Trinkhalme eine einfache Lösung sein. Lange, flexible Trinkhalme – eventuell mit Halteclip am Glas – ermöglichen das Trinken, ohne das Gefäß zu kippen. Für bettlägerige Personen oder Menschen mit sehr geringer Mobilität gibt es Getränkereservoirs wie zum Beispiel Flaschen mit Trinkschlauch. Diese können am Bett oder Rollstuhl befestigt werden, sodass der Betroffene jederzeit über den Schlauch trinken kann, ohne ein Gefäß anheben zu müssen.

Tipp: Achten Sie auf die Angaben des Herstellers und darauf, dass Trinkhilfen möglichst spülmaschinenfest und aus bruchfestem Material bestehen. Viele Modelle sind in dezenten oder auch farbigen Ausführungen erhältlich. Gerade rote Becher oder Teller werden häufig empfohlen, da sie bei Menschen mit Demenz die Aufmerksamkeit und möglicherweise den Appetit steigern.

Mehr Selbstständigkeit und Genuss im Alltag

Die passenden Ess- und Trinkhilfen können Menschen mit Arthritis, Rheuma, Parkinson oder nach einem Schlaganfall spürbar entlasten. Indem sie die täglichen Mahlzeiten wieder selbstständig meistern, gewinnen Betroffene ein großes Stück Lebensqualität zurück. Das Essen wird wieder als etwas Positives erlebt und nicht bloß als Hürde, die es zu überwinden gilt. Wenn die Technik beim Essen und Trinken stimmt und die Hilfsmittel richtig eingesetzt werden, steht auch dem Genuss nichts im Wege – Speisen und Getränke können wieder in Ruhe geschmeckt und geschätzt werden.

Wichtig ist: Jeder Mensch ist anders. Was dem einen hilft, mag für den anderen weniger geeignet sein. Lassen Sie sich im Zweifel z.B. von einem Pflegeberater oder Ergotherapeuten beraten, welche Hilfen für Ihre individuellen Einschränkungen am besten passen. Oft lohnt es sich, verschiedene Produkte auszuprobieren – manche bevorzugen ein bestimmtes Besteck-Set oder finden einen speziellen Trinkbecher, der ihren Bedürfnissen entspricht.

Ess- und Trinkhilfen günstig bei RCS Pro bestellen

Viele Ess- und Trinkhilfen sind schon zum kleinen Preis erhältlich und bringen doch einen großen Effekt. Schauen Sie gern in unserem Sortiment vorbei – dort finden Sie vom Teller mit Kipp-Trick über ergonomisches Besteck bis zum 2-Henkel-Becher mit Trinkdeckel zahlreiche praktische Alltagshelfer. Mit der richtigen Ausstattung kehrt die Freude am Essen und Trinken zurück, und Sie oder Ihre Angehörigen können die nächste Mahlzeit wieder entspannt genießen.
So wird die passende Unterstützung zum Schlüssel für mehr Unabhängigkeit und Lebensfreude im Alltag.

Toilettensitzerhöhungen: mehr Komfort und Eigenständigkeit auf der Toilette

Für jeden Menschen ist der Gang zur Toilette ein intimer Moment des Alltags. Selbstständig die Toilette nutzen zu können, ist ein Zeichen von Unabhängigkeit und wichtig für Würde und Privatsphäre. Gerade Senioren und Seniorinnen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität stoßen hier jedoch auf Schwierigkeiten: Eine normale Toilette ist oft zu niedrig, was das Hinsetzen und Aufstehen mühsam macht und sogar zur Gefahr für Stürze oder Verletzungen werden kann.

Eine einfache Lösung bietet die Toilettensitzerhöhung – ein Hilfsmittel, das den Toilettensitz um einige Zentimeter anhebt und so Komfort und Sicherheit im Bad deutlich steigert. Bereits wenige zusätzliche Zentimeter Sitzhöhe erleichtern den täglichen Toilettengang spürbar und reduzieren die Sturzgefahr erheblich. Im Folgenden erfahren Sie, wie Toilettensitzerhöhungen funktionieren, für wen sie geeignet sind und worauf Sie bei Auswahl und Nutzung achten sollten.

Was ist eine Toilettensitzerhöhung und wie funktioniert sie?

Eine Toilettensitzerhöhung (auch WC-Sitzerhöhung, Toilettenaufsatz oder erhöhte Toilettenbrille genannt) ist ein Aufsatz, der auf dem WC-Becken befestigt wird, um die Sitzfläche der Toilette zu erhöhen. Je nach Modell wird der Toilettensitz um etwa 5 bis 15 cm angehoben, wodurch das Hinsetzen und Aufstehen erheblich erleichtert wird. Durch die höhere Sitzposition müssen Knie- und Hüftgelenke beim Toilettengang nicht so stark gebeugt werden – das schont die Gelenke und verringert den Kraftaufwand deutlich. Insbesondere für Menschen mit Knie- oder Hüftproblemen (z.B. Arthrose, frische Operationen) bedeutet die erhöhte Sitzhöhe weniger Schmerzen und ein geringeres Verletzungsrisiko.

Einfache und sichere Befestigung und Montage

Toilettensitzerhöhungen sind so konzipiert, dass sie sicher und rutschfest auf dem WC halten. In der Regel erfolgt die Montage werkzeuglos über seitliche Klammern oder Fixierschrauben, die den Aufsatz fest am WC-Becken oder an der vorhandenen Toilettenschüssel fixieren. Einige Modelle werden direkt anstelle der normalen Sitzbrille montiert. Der vorhandene WC-Sitz wird dafür abgenommen und die Erhöhung an den Befestigungspunkten der Toilettenschüssel verschraubt. Andere Varianten wiederum werden auf den bestehenden Toilettensitz aufgesetzt und mit Klammern befestigt oder einfach aufgesteckt.

Wichtig ist, dass die Befestigung stets fest sitzt und nicht wackelt oder verrutscht – nur so ist Sicherheit beim Hinsetzen und Aufstehen gewährleistet. Trotz der meist einfachen Montage sollten Sie die Fixierung nach Installation prüfen und regelmäßig nachziehen, um maximale Stabilität zu garantieren. Der große Vorteil: Ohne aufwendige Umbauarbeiten am Bad kann eine Toilettensitzerhöhung in Minuten installiert und das WC seniorengerecht angepasst werden.

Für wen ist eine WC-Sitzerhöhung geeignet?

Von einer WC-Erhöhung profitieren vor allem Personen mit eingeschränkter Mobilität. Klassische Zielgruppen sind Senioren und Seniorinnen sowie Menschen mit Hüft- oder Knieproblemen, für die das tiefe Hinsetzen auf eine normale Toilette beschwerlich ist. Ältere Menschen greifen oft zu einer Sitzerhöhung, um die Gelenke zu schonen und Schmerzen im Alltag zu vermeiden. Auch wer unter Gleichgewichts- oder Kreislaufproblemen leidet, fühlt sich auf einer höheren Toilette sicherer.

Darüber hinaus ist eine Toilettensitzerhöhung hilfreich bei Behinderungen oder Muskelschwäche. Das selbstständige Aufstehen wird unterstützt, wodurch die betroffenen Menschen ihre Selbstständigkeit länger erhalten können. Nach bestimmten Operationen, etwa einem Hüftgelenks- oder Kniegelenksersatz, empfehlen Ärzte häufig vorübergehend eine Toilettensitzerhöhung, damit die Betroffenen in der Reha-Phase ohne übermäßige Anstrengung oder fremde Hilfe zur Toilette gehen können.

Insgesamt gilt: Immer dann, wenn die Nutzung eines Standard-WCs aufgrund von körperlichen Beschwerden oder Einschränkungen schwierig ist, stellt eine Toilettensitzerhöhung eine sinnvolle Lösung dar. Sie reduziert die Abhängigkeit von Unterstützung durch Pflegepersonen und bewahrt damit die persönliche Autonomie, Würde und Privatsphäre im Alltag.

Vorteile auf einen Blick

Eine Toilettensitzerhöhung bietet zahlreiche Vorzüge, die den Alltag erleichtern:

  • Mehr Komfort: Das Hinsetzen und Aufstehen erfolgt deutlich bequemer und mit weniger Kraftaufwand. Die höhere Sitzposition entlastet Knie, Hüfte und Rücken, wodurch Schmerzen und Ermüdung beim Toilettengang reduziert werden.
  • Mehr Sicherheit: Durch die Erhöhung verringert sich das Risiko, beim Toilettengang aus dem Gleichgewicht zu geraten. Die Nutzer können stabiler sitzen und müssen sich nicht so tief herunterlassen – das beugt Stürzen und Verletzungen vor. Auch das Gefühl von Sicherheit im Badezimmer wird erhöht, was wiederum die Lebensqualität steigert.
  • Mehr Selbstständigkeit: Die Toilette kann länger selbstständig und ohne fremde Hilfe benutzt werden. Dies fördert die Unabhängigkeit und erhält die persönliche Würde. Angehörige oder Pflegekräfte werden entlastet, da weniger Unterstützung beim Transfer nötig ist.
  • Einfache Nachrüstung: Eine Toilettensitzerhöhung ist ein vergleichsweise kostengünstiges Hilfsmittel für Bad und WC, das ohne große Montage und ohne bauliche Veränderungen im Bad auskommt. Im Unterschied zu einer kompletten Badumbau-Lösung wie z.B. der Installation eines erhöhten WC-Beckens kann der Aufsatz schnell angebracht und bei Nichtgebrauch auch wieder entfernt werden. Viele Modelle sind portabel und können z.B. auf Reisen mitgenommen oder bei Bedarf einfach zur Seite gestellt werden.

Arten von Toilettensitzerhöhungen

Toilettensitzerhöhungen gibt es in verschiedenen Ausführungen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden. Die gängigsten Typen von WC-Sitzerhöhungen und ihre Merkmale sind:

  • Einfache Toilettensitzerhöhung: Dies ist ein einfacher Aufsatz, der den Toilettensitz um einige Zentimeter erhöht. Solche Basismodelle haben meist keine zusätzlichen Funktionen. Sie lassen sich sehr leicht montieren und ebenso leicht wieder abnehmen – oft sogar ohne Werkzeug, teils nur durch Aufstecken. Das ist ideal, wenn neben der mobilitätseingeschränkten Person auch andere Familienmitglieder dieselbe Toilette nutzen, da man die Erhöhung bei Bedarf unkompliziert abnehmen und zur Seite stellen kann. Es gibt sogar besonders leichte Modelle (teils aus Schaumstoff oder aufblasbar), die man auf Reisen mitführen kann, um unterwegs nicht auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen.
  • Toilettensitzerhöhung mit Armlehnen: Diese Variante empfiehlt sich, wenn der Nutzer beim Hinsetzen und Aufstehen zusätzliche Abstützung benötigt. An beiden Seiten der Sitzerhöhung sind Armlehnen angebracht, an denen man sich festhalten und hochdrücken kann. Einige Armlehnen sind fest und stabil montiert, andere Modelle verfügen über hochklappbare oder abnehmbare Armlehnen, die bei Nichtbedarf oder für seitliches Umsetzen weggeklappt werden können. Wichtig ist hier eine besonders sichere Befestigung am Toilettenbecken, damit die Armstützen beim Abstützen nicht nachgeben.
  • Toilettensitzerhöhung mit Deckel: Viele Sitzerhöhungen sind wahlweise mit oder ohne Deckel erhältlich. Ein integrierter Toilettendeckel sorgt dafür, dass die Toilette trotz Erhöhung optisch einem normalen WC entspricht und sich schließen lässt – das kann Gerüchen vorbeugen und sieht im Badezimmer ordentlicher aus. Empfehlenswert ist ein Deckel insbesondere dann, wenn die Erhöhung dauerhaft auf dem WC bleibt. Achten Sie jedoch darauf, dass der zusätzliche Deckel mit dem ursprünglichen WC-Deckel nicht kollidiert. Häufig wird der originale Deckel bei dauerhafter Nutzung der Erhöhung entfernt. Wenn die Erhöhung nach Gebrauch jedes Mal abgenommen wird, kann man hingegen meist auf einen Deckel verzichten und ein offenes Modell wählen, das etwas leichter und einfacher zu handhaben ist.
  • Höhenverstellbare Toilettensitzerhöhung: Hierbei handelt es sich um Systeme, bei denen die Sitzhöhe variabel einstellbar ist – oft in zwei oder drei Stufen (z.B. 8 cm, 12 cm und 16 cm). Die Anpassung der Höhe erfolgt je nach Modell über austauschbare Einsätze, Teleskopbeine oder eine Querschiene, die vor der Montage auf die gewünschte Höhe eingestellt wird. Höhenverstellbare Modelle sind besonders dann sinnvoll, wenn die Sitzerhöhung nur vorübergehend benötigt wird oder wenn sich der Mobilitätszustand der Person verbessern könnte wie z.B. in der postoperativen Genesung. Man kann dann die Sitzhöhe schrittweise reduzieren, bis die normale Toilette wieder ohne Hilfsmittel nutzbar ist.
  • Toilettensitzerhöhung mit Hygieneausschnitt: Einige Modelle besitzen einen sogenannten Hygieneausschnitt – das ist eine Aussparung im vorderen (manchmal auch hinteren) Bereich der Sitzfläche. Dieser Ausschnitt erleichtert die Intimhygiene im Sitzen, da man mit Toilettenpapier, Duschbrause oder Waschlappen leichter an die entsprechenden Stellen gelangt, ohne sich weit nach hinten lehnen oder aufstehen zu müssen. Dies ist besonders hilfreich, wenn die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder Pflegepersonal bei der Reinigung assistiert. Trotz Ausschnitt bleibt die Sitzfläche stabil. Meist sind Hygieneaussparungen so geformt, dass dennoch ein sicherer Halt auf dem WC gegeben ist.

Auswahlkriterien: Worauf sollten Sie bei der Wahl der Toilettensitzerhöhung achten?

Die Bedürfnisse und Gegebenheiten jedes Nutzers und Badezimmers sind unterschiedlich. Bevor Sie eine Toilettensitzerhöhung kaufen, sollten Sie daher folgende Auswahlkriterien berücksichtigen, um das passende Modell zu finden:

  1. Benötigte Höhe: Überlegen Sie, um wie viele Zentimeter Ihre Toilette erhöht werden muss, damit Sie bequem aufstehen können. Als grober Richtwert gilt: Sitzen Sie so, dass Ihre Füße fest auf dem Boden stehen und Ihre Knie ungefähr im 90-Grad-Winkel gebeugt sind. Gängig sind Erhöhungen um 5 cm, 10 cm oder 15 cm, manche Modelle bieten auch Zwischenschritte oder sehr geringe Erhöhungen (z.B. 2–3 cm) an. Falls Sie unsicher sind, welche Sitzhöhe optimal ist, sind höhenverstellbare Varianten sinnvoll – so lässt sich die Höhe individuell anpassen. Bedenken Sie, dass eine zu starke Erhöhung dazu führen kann, dass kürzere Personen mit den Füßen den Boden nicht mehr voll erreichen, was unsicher ist.
  2. Mit oder ohne Armlehnen: Prüfen Sie, ob Sie Armstützen benötigen. Armlehnen sind besonders hilfreich, wenn Sie Probleme mit Balance oder Kraft in den Beinen haben, da Sie sich beim Hinsetzen und Aufstehen daran abstützen können. Allerdings benötigen Modelle mit Armlehnen etwas mehr Platz im Badezimmer und die Armstützen müssen stabil befestigt sein. Oftmals werden hierfür Schrauben am WC-Becken angebracht, was eine etwas aufwändigere Montage bedeuten kann. Falls neben Ihnen auch andere Personen die Toilette nutzen, bedenken Sie, dass fest montierte Armlehnen für diese eventuell im Weg sein könnten – hier bieten sich klappbare oder abnehmbare Armlehnen an. Wenn an Ihrem WC bereits Haltegriffe an der Wand oder ein Toilettenstützgestell vorhanden sind, reicht unter Umständen eine einfache Sitzerhöhung ohne Armlehnen.
  3. Befestigungsart und Montage: Schauen Sie darauf, wie die WC-Erhöhung montiert wird und ob dies zu Ihrer Toilette passt. Die meisten Toilettensitzerhöhungen sind für Standard-Toilettenschüsseln mit ovaler Form konzipiert und lassen sich problemlos befestigen. Bei den Befestigungsmechanismen gibt es Unterschiede: Günstigere Modelle werden meist mit seitlichen Klammern festgeklemmt. Diese lassen sich schnell befestigen, können aber bei sehr unruhigem Sitzen etwas Spiel haben. Hochwertigere oder belastbare Modelle werden oft fest verschraubt – entweder von unten durch die vorhandenen Löcher des Toilettenbeckens oder per sogenannter Top-Montage von oben.

    Überprüfen Sie, welche Variante Ihre Toilette zulässt: Ist Ihr WC unten offen zugänglich oder ist es ein hängendes Modell mit Verkleidung, bei dem man von unten nicht herankommt? In letzterem Fall ist ein Top-Montage-System sinnvoll, das von oben befestigt wird. Idealerweise sollte die Montage werkzeuglos oder mit wenigen Handgriffen erledigt sein. Wenn Sie die Erhöhung temporär nutzen möchten, achten Sie auf leicht abnehmbare Befestigungen (z.B. Schnellspanner). In jedem Fall sollte die Konstruktion einen wackelfreien Halt gewährleisten, damit keine Unsicherheit beim Gebrauch entsteht.
  4. Mit oder ohne Deckel: Entscheiden Sie, ob ein Toilettendeckel an der Sitzerhöhung für Sie wichtig ist. Ein Deckel bietet den Vorteil, dass die Toilette wie gewohnt abgedeckt werden kann. Wenn die Erhöhung dauerhaft installiert bleibt oder Geruchsbildung ein Thema ist, wählen Sie ein Modell mit Deckel. Benutzen Sie den Aufsatz jedoch nur zeitweise oder möchten ihn häufig abnehmen, kann ein deckelloses Modell praktischer sein, da es leichter ist und kein zweiter Deckel beim Abnehmen gehandhabt werden muss.
  5. Belastbarkeit: Achten Sie auf die maximale Tragfähigkeit der Sitzerhöhung, besonders wenn der oder die Nutzende ein höheres Körpergewicht hat. Die meisten Standard-Modelle sind bis etwa 120 kg belastbar. Für schwere Personen gibt es spezielle, verstärkte Ausführungen, die 200 kg und mehr aushalten. Diese sind oft aus besonders robustem Kunststoff oder mit Metallverstärkungen versehen. Beispielsweise bietet der Hersteller Drive Medical mit seiner Ticco 2G Serie eine Toilettensitzerhöhung an, die in verschiedenen Höhen erhältlich ist und bis zu 225 kg Gewicht trägt. Prüfen Sie also die Angaben des Herstellers zur Belastbarkeit und wählen Sie im Zweifel eine höhere Tragfähigkeit für mehr Sicherheit.
  6. Material und Pflege: Die meisten WC-Sitzerhöhungen bestehen aus hygienischem, glattem Kunststoff, der sich leicht reinigen lässt. Achten Sie auf eine pflegeleichte Oberfläche – idealerweise ohne Fugen oder Polster, in denen sich Feuchtigkeit oder Schmutz festsetzen könnten. Weiße, porenfreie Kunststoffe sind Standard, einige Modelle bieten zusätzliche antibakterielle Beschichtungen für extra Hygiene. Falls der Nutzer zu Dekubitus (Druckstellen) neigt oder sehr lange auf der Toilette sitzen muss, kann eine weich gepolsterte Sitzerhöhung aus Schaumstoff sinnvoll sein. Diese bietet mehr Sitzkomfort und vermindert Druckstellen, ist aber oft weniger formstabil und kann schwieriger zu reinigen sein als harte Kunststoffe. Generell gilt: Reinigen Sie die Toilettensitzerhöhung regelmäßig wie eine normale Toilettenbrille. Bei Bedarf – etwa nach Magen-Darm-Erkrankungen – sollte der Sitz zusätzlich gründlich desinfiziert werden.
  7. Passform und spezielle Maße: Überprüfen Sie vor dem Kauf die Abmessungen Ihrer Toilette und vergleichen Sie sie mit dem gewählten Produkt. Zwar sind die meisten Toilettensitzerhöhungen universell für handelsübliche WCs geeignet, doch bei sehr ungewöhnlich geformten Keramiken wie quadratischen oder extra langen Toilettenschüsseln ist Vorsicht geboten. Messen Sie den Abstand der Befestigungslöcher und die Innenmaße der Toilettenöffnung, um sicherzustellen, dass der Aufsatz passt. Einige Hersteller bieten Modellvarianten speziell für größere Toiletten oder liefern Adapter, um die Befestigung an verschiedene Lochabstände anzupassen. Im Zweifelsfall berät Sie ein Sanitätshaus oder Fachhändler bei der richtigen Wahl.
  8. Qualität und Stabilität: Zu guter Letzt lohnt es sich, auf solide Verarbeitung und stabile Materialien zu achten. Ein qualitativ hochwertiges Produkt mag etwas teurer sein, bietet aber oft langlebigere Sicherheit und Komfort. Rutschfeste Elemente, rostfreie Schrauben und eine gute Ergonomie zeugen von durchdachter Qualität. Lesen Sie ggf. Testberichte oder lassen Sie sich im Fachhandel die Unterschiede erklären. Schließlich geht es um Ihre Sicherheit im Bad – hier sollte man nicht am falschen Ende sparen.
Drive Medical Toilettensitzerhoehung TSE 150 mit Armlehnen

Produktvielfalt bei RCS Pro

Die Auswahl an Toilettensitzerhöhungen ist groß – für nahezu jeden Bedarf gibt es das passende Modell. Im Sortiment von RCS Pro finden Sie zum Beispiel einfache WC-Erhöhungen wie die Dietz Toilettensitzerhöhung Relaxon ebenso wie komfortablere Varianten. So bietet etwa Drive Medical mit der TSE-Serie und der Ticco-Serie verschiedene WC-Sitzerhöhungen an. Diese sind teils höhenverstellbar, mit oder ohne Armlehnen und Deckel erhältlich sowie bis 150 kg oder sogar 225 kg belastbar. All diese Produkte dienen dazu, den Komfort und die Sicherheit im Bad zu erhöhen und Ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Fazit: Eine Toilettensitzerhöhung ist ein kleines Hilfsmittel mit großer Wirkung. Sie erleichtert den Toilettengang enorm, vermindert Schmerzen und Risiken und gibt Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ein Stück Lebensqualität zurück. Dank der vielfältigen verfügbaren Modelle – ob mit Armlehnen, verschiedenen Sitzhöhen, mit Deckel oder extra weich gepolstert – lässt sich für jeder Bedarf die passende Lösung finden.

Zögern Sie nicht, bei Schwierigkeiten im Bad auf diese Hilfe zurückzugreifen. Mit der richtigen Toilettensitzerhöhung erhöhen Sie Ihren Komfort und Ihre Sicherheit, bleiben länger selbstständig und können die Toilette wieder ohne Angst und Anstrengung benutzen – ein Gewinn für Ihre Gesundheit, Ihre Würde und Ihr tägliches Wohlbefinden. Schauen Sie sich gern im RCS Pro Online-Shop um oder lassen Sie sich beraten, um die ideale WC-Erhöhung für Ihr Badezimmer zu finden.

Diabetes-Management im Alltag: Mehr als nur Blutzuckermessen

Diabetes mellitus – früher oft Zuckerkrankheit genannt – ist eine chronische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen grundlegend verändert. Die Diagnose bedeutet für viele Menschen mit Diabetes einen tiefen Einschnitt im Leben und bringt zunächst Ängste und Herausforderungen mit sich. Doch die gute Nachricht ist: Mit dem richtigen Wissen, passenden Strategien und geeigneten Hilfsmitteln lässt sich Diabetes im Alltag erfolgreich in den Griff bekommen. Dieser Artikel gibt Ihnen umfassende Tipps für das tägliche Diabetesmanagement – mehr als nur Blutzuckermessen.

Rund 11 Millionen Betroffene in Deutschland

In Deutschland sind aktuell rund 11 Millionen Menschen von Diabetes betroffen, davon etwa 95 % mit Diabetes Typ 2 und rund 5 % mit Diabetes Typ 1. Während Typ 1 meist in jüngerem Alter auftritt und auf einem absoluten Insulinmangel beruht, entwickelt sich Typ-2-Diabetes oft schleichend im Laufe des Lebens – begünstigt durch Übergewicht, ungünstige Lebensweise und Bewegungsmangel. Unabhängig von der Form der Erkrankung gilt: Ein gut informierter Patient kann viel dazu beitragen, seine Gesundheit zu erhalten und Folgeerkrankungen zu verhindern. Im Folgenden erfahren Sie, welche Aspekte beim täglichen Diabetes-Management wichtig sind und wie Sie Ihren Alltag mit Diabetes aktiv gestalten können.

Leben mit Diabetes: Herausforderung und Unterstützung

Für Betroffene und ihre Angehörigen ist die Diagnose Diabetes zunächst eine Belastung. Plötzlich bestimmen neue Routinen den Alltag: Blutzucker messen, Insulin spritzen oder Medikamente einnehmen, die Ernährung umstellen und auf Warnsignale des Körpers achten. Viele empfinden Unsicherheit und stellen sich Fragen: Wie ändere ich meine Lebensgewohnheiten? Was darf ich noch essen? Wie vermeide ich Unterzuckerungen? Solche Sorgen sind normal. Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass man nicht alleine ist. Diabetes zählt heute zu den häufigsten chronischen Erkrankungen.

Der Schlüssel, um die Ängste zu bewältigen, liegt in Wissen und aktiver Einbindung ins Therapiegeschehen. Patientenschulungen und Aufklärungsangebote vermitteln die nötigen Kenntnisse, um den Diabetes selbstbewusst zu managen (Selbstmanagement). Viele gesetzliche Krankenkassen bieten spezielle Disease-Management-Programme (DMP) für Diabetes an – strukturierte Behandlungsprogramme für Menschen mit Typ 1 oder Typ 2. Diese Programme helfen, die Versorgung zu verbessern, Folgeerkrankungen zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten. Wenn Sie an einem DMP teilnehmen, erhalten Sie regelmäßige Einladungen zu Kontrolluntersuchungen, können an Schulungen teilnehmen und werden mit weiterführenden Informationen unterstützt.

Nutzen Sie solche Angebote: Sie lernen dabei, Ihren Diabetes besser zu verstehen und aktiv mitzugestalten – gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam. Auch der Austausch mit anderen Menschen in Selbsthilfegruppen oder Diabetes-Verbänden kann wertvolle Unterstützung und Motivationshilfen bieten.

Gesunde Ernährung als Grundpfeiler der Therapie

Eine angepasste Ernährung ist für das Diabetes-Management zentral. Was wir täglich essen, hat direkten Einfluss auf den Blutzucker und das Gewicht. Beides sind entscheidende Faktoren für die Einstellung des Diabetes. Für Menschen mit Typ-2-Diabetes gilt oft: Durch eine bewusste Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme lassen sich Blutzuckerwerte deutlich verbessern, manchmal sogar soweit, dass Medikamente reduziert werden können. Studien zeigen, dass eine konsequente Änderung des Lebensstils (gesunde Ernährung, mehr Bewegung, Gewichtsverlust) in frühen Krankheitsstadien eine Remission – also ein vorübergehendes Zurückdrängen des Diabetes – ermöglichen. So konnte in einer Untersuchung fast die Hälfte der Teilnehmer ihren Typ-2-Diabetes durch eine gezielte Diät- und Gewichtsmanagement-Intervention in den Hintergrund drängen. Das schafft Motivation: Jeder verlorene Kilo zählt und wirkt sich positiv auf Blutzucker, Blutdruck und Blutfettwerte aus.

Tipps für die Ernährung im Alltag

Setzen Sie auf eine ausgewogene Kost mit reichlich Gemüse, Ballaststoffen und Vollkornprodukten, mäßig Obst und gesunden Fetten (pflanzliche Öle, Fisch) und reduzieren Sie zucker- sowie fettreiche Lebensmittel. Regelmäßige Mahlzeiten mit kontrollierten Kohlenhydratmengen helfen, den Blutzucker stabil zu halten. Dabei muss niemand völlig auf Genuss verzichten. Dabei kommt es auf die Portionsgrößen und die Balance an. Bei Diabetes Typ 1 ist das Zählen von Kohlenhydraten („BE“ oder „KE“ rechnen) wichtig, um die Insulindosis anzupassen. Bei Typ 2 steht oft die Kalorienreduktion im Vordergrund, um Gewicht abzubauen. Achten Sie insbesondere auf Getränke: Wasser, ungesüßter Tee oder gelegentlich eine Schorle sind ideal. Zuckerhaltige Limonaden und Säfte sollten gemieden werden, da sie den Blutzucker rasch in die Höhe treiben.

Spezielle Ernährungshilfe: Trinknahrung für Diabetiker

Manchmal fällt es schwer, alle nötigen Nährstoffe allein über die Nahrung aufzunehmen – etwa bei älteren Diabetikern mit nachlassendem Appetit oder nach Erkrankungen. In solchen Fällen können spezielle Ernährungshilfen sinnvoll sein. Zum Beispiel gibt es Trinknahrungen für Diabetiker wie Nutrison advanced Diason von Nutricia. Diese weisen einen niedrigen glykämischen Index auf und sind reich an Eiweiß sowie Ballaststoffen.

Solche Produkte können die Ernährung ergänzen. Sie ersetzen jedoch keine frische, abwechslungsreiche Kost, sondern dienen als Unterstützung in besonderen Situationen. Lassen Sie sich bei Bedarf von Ihrer Ernährungsberatung oder Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin dazu beraten.

Aktiv bleiben: Bewegung und Lebensstil

Neben der Ernährung ist körperliche Aktivität eine der wirksamsten Säulen, um Diabetes zu behandeln und langfristig die Gesundheit zu verbessern. Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel, weil die Muskulatur beim Arbeiten Glukose aus dem Blut aufnimmt und sie verbessert die Insulinwirkung im Körper. Zudem hilft regelmäßige Aktivität, Übergewicht abzubauen, den Blutdruck zu senken und das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Das sind allesamt wichtige Faktoren, um Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Sie müssen kein Leistungssportler werden: Schon moderate Bewegung im Alltag hat große Effekte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche in moderater Intensität (z.B. flott gehen) oder alternativ 75 Minuten mit höherer Intensität. Das entspricht z.B. 5 × 30 Minuten zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Tanzen pro Woche. Wichtig ist vor allem, eine Aktivität zu finden, die Ihnen Spaß macht, damit Sie langfristig dabei bleiben. Zusätzlich sind ein bis zwei Einheiten Krafttraining pro Woche sinnvoll, um Muskeln zu stärken. Muskeltraining fördert den Zuckerstoffwechsel und beugt Muskelabbau vor.

Tipps für mehr Bewegung

Integrieren Sie Bewegung in Ihren Alltag, z.B. indem Sie kürzere Strecken zu Fuß gehen oder das Fahrrad statt des Autos nehmen. Nutzen Sie Treppen statt Aufzug. Planen Sie feste Termine für Sport oder Spaziergänge ein – vielleicht gemeinsam mit Freunden oder der Familie, das steigert die Motivation. Falls Sie längere Zeit keinen Sport getrieben haben oder Folgeerkrankungen (z.B. Herzprobleme) vorliegen, besprechen Sie Ihr Vorhaben zuvor mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Starten Sie moderat und steigern Sie Umfang und Intensität langsam.

Achten Sie auf Ihren Körper: Bei Anzeichen von Unterzuckerung (Schwitzen, Zittern, Schwächegefühl) machen Sie eine Pause und messen den Blutzucker. Haben Sie immer eine kleine Notfallmahlzeit (Traubenzucker, Saft) dabei, besonders wenn Sie Insulin spritzen oder blutzuckersenkende Tabletten einnehmen. Bewegung soll Freude bereiten. Suchen Sie sich daher Aktivitäten, die Ihnen liegen, sei es eine Tanzgruppe, Nordic Walking, Garteln oder Schwimmen. Jede Bewegung zählt und hilft, den Diabetes besser zu kontrollieren.

Blutzuckerkontrolle und medikamentöse Behandlung im Alltag

Das Blutzuckermessen ist und bleibt ein zentrales Element des Diabetes-Managements, aber eben nur ein Teil des Ganzen. Dennoch: Regelmäßige Messungen sind wichtig, um den Blutzuckerspiegel im Zielbereich zu halten und Schwankungen frühzeitig zu erkennen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen besprechen, wie oft Sie messen sollten. Menschen mit Typ-1-Diabetes und insulinpflichtigem Typ 2 messen in der Regel mehrmals täglich (z.B. vor den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen). Bei rein diätetisch oder mit Tabletten eingestelltem Typ 2 genügen oft wenige Messungen pro Woche oder Monat zur Überwachung. Jedoch sollten zusätzliche Messungen erfolgen, wenn Sie sich unwohl fühlen, sportlich aktiv waren oder z.B. bei Krankheit, um Werte im Blick zu behalten.

Moderne Hilfsmittel erleichtern den Alltag

Moderne Hilfsmittel können die Blutzuckerkontrolle erheblich erleichtern. Diabetikerbedarf wie klassische Blutzuckermessgeräte mit Stechhilfe und Teststreifen sind weit verbreitet und liefern in Sekunden ein Ergebnis. Darüber hinaus gibt es heute Continuous Glucose Monitoring (CGM) Systeme: kleine Sensoren am Körper messen rund um die Uhr den Gewebezucker und senden die Werte an ein Lesegerät oder Smartphone. Ein Blick aufs Display genügt, um zu wissen, wo der Zucker steht – inklusive Trendpfeilen, die anzeigen, ob er steigt oder fällt. Solche Geräte können Alarme geben, bevor kritische Unter- oder Überzuckerungen auftreten. Gerade für Typ-1-Diabetiker oder insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker mit schwankenden Werten sind CGM-Systeme eine große Hilfe im Alltag. Sprechen Sie mit Ihrem Diabetologen oder Ihrer Diabetologin, ob für Sie ein rtCGM oder FGM (Flash Glucose Monitoring) in Frage kommt. Die Kosten werden bei medizinischer Notwendigkeit oft von der Kasse übernommen.

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Therapie mit Medikamenten

Ebenso wichtig wie die Messung ist die konsequente Therapie mit Medikamenten. Dazu zählt bei Typ 1 immer das Insulin, das lebenslang von außen zugeführt werden muss (über Insulinpens oder Insulinpumpen). Menschen mit Typ 2 hingegen erhalten je nach Blutzuckerwerten und individuellen Faktoren entweder Tabletten und/oder ebenfalls Insulin. Halten Sie sich genau an den Einnahmeplan Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin: Nehmen Sie Tabletten regelmäßig ein und spritzen Sie Insulin wie verordnet. Insulin lagert man am besten im Kühlschrank (2–8 °C), aber nicht im Gefrierfach. Bereits angebrochene Insulinpens dürfen auch bei Raumtemperatur aufbewahrt werden, damit das Spritzen nicht so schmerzhaft ist. Denken Sie daran, die Injektionsstellen (Bauch, Oberschenkel, Gesäß, Oberarm) immer wieder zu wechseln, um Hautschäden vorzubeugen.

Überprüfen Sie Ihre Geräte: ein funktionierender Blutdruckmessgerät (denn viele Diabetiker haben auch mit Hypertonie zu tun), ein gut ablesbares Thermometer, ein zuverlässiges Blutzuckermessgerät – all das gehört zur Ausstattung und sollte intakt sein. Kontrolllösungen für Blutzuckermessgeräte ermöglichen es, die Genauigkeit Ihres Messgeräts regelmäßig zu prüfen. Scheuen Sie sich nicht, bei Fragen Ihren Diabetologen oder Diabetesberater zu kontaktieren – sie helfen Ihnen, die Therapie zu optimieren.

Notfallplan bei Unterzuckerung

Ein Notfallplan gehört ebenfalls zum Alltag. Unterzuckerungen (Hypoglykämien) können unerwartet auftreten, vor allem bei Insulin- oder Sulfonylharnstoff-Therapie. Führen Sie stets schnell wirkende Kohlenhydrate mit sich wie Traubenzucker, Saft und gegebenenfalls ein Glukagon-Notfallset. Besprechen Sie mit Ihrer Familie, Freunden oder Kollegen, wie im Notfall zu reagieren ist. Zum Beispiel, dass bei Bewusstlosigkeit kein Zucker oral gegeben werden darf, sondern der Rettungsdienst zu rufen ist, oder wie eine Glukagon-Spritze zu verabreichen ist. Hinterlegen Sie wichtige Informationen (Notfallpass, Hinweise auf Diabetes) in Ihrer Handtasche oder Brieftasche, damit Helfer im Ernstfall Bescheid wissen. Auch das gehört zu einem sicheren Gefühl im Alltag mit Diabetes.

Hilfsmittel und Produkte, die den Alltag erleichtern

Zum Glück steht heute eine Fülle an Hilfsmitteln und Versorgungsprodukten zur Verfügung, um das Diabetes-Management einfacher und sicherer zu machen. Bei RCS Pro finden Sie ein umfangreiches Sortiment an Diabetikerbedarf von der Messung bis zur Pflege.

Zu den gängigsten Produkten gehören:

  • Blutzuckermessgeräte (mit Teststreifen, Lanzetten und Stechhilfen) – für die tägliche Kontrolle des Blutzuckerspiegels.
  • Insulinpens und -pumpen – praktische Geräte zur präzisen Insulinabgabe, inklusive Zubehör wie Pen-Nadeln oder Kathetersets.
  • Kontrolllösungen – zum Kalibrieren und Überprüfen der Blutzuckermessgeräte, damit Sie sicher sein können, dass die angezeigten Werte stimmen.
  • Notfallsets – ausgestattet mit Glukagon-Injektoren oder Gels mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten, um bei Unterzuckerungen rasch handeln zu können.
  • Spezielle Haut– und Fußpflegeprodukte – z.B. Cremes, Schaum und Lotionen, die trockener Haut vorbeugen und die Fußgesundheit fördern.

All diese Hilfsmittel sind darauf ausgelegt, Menschen mit Diabetes die tägliche Therapie und Kontrolle zu erleichtern. Achten Sie bei der Auswahl auf Qualität und passen Sie die Produkte an Ihre individuellen Bedürfnisse an. RCS Pro legt Wert auf hochwertige Produkte namhafter Hersteller, ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis sowie schnelle Lieferung. Selbstverständlich erhalten Sie auch eine individuelle Beratung, falls Sie Fragen zum Sortiment haben. Entdecken Sie unseren Diabetikerbedarf und bestellen Sie Top-Produkte bequem online, um bestmöglich ausgestattet zu sein.

Haut- und Fußpflege: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Gerade die Füße verlangen bei Diabetikern besondere Aufmerksamkeit. Durch chronisch erhöhte Blutzuckerwerte können mit der Zeit Nervenschäden (Neuropathie) und Durchblutungsstörungen entstehen – oft unbemerkt. Die Folge: Wunden oder Druckstellen an den Füßen werden vielleicht nicht rechtzeitig bemerkt oder heilen schlechter, was zum gefürchteten diabetischen Fuß führen kann. Umso wichtiger ist es, mit konsequenter Fußpflege vorzubeugen. Spezielle Pflegeprodukte (Cremes, Schäume) halten die Haut geschmeidig und beugen Rissen vor, Diabetiker-Socken und geeignetes Schuhwerk schützen vor Reibung und Druck.

Folgende Tipps helfen, Ihre Füße gesund zu erhalten:

  • Tägliche Inspektion: Schauen Sie jeden Tag Ihre Füße gründlich an. Achten Sie dabei auch die Zehenzwischenräume und Fußsohlen (ggf. einen Spiegel zur Hilfe nehmen) und untersuchen Sie alle Bereiche auf Rötungen, Blasen, kleine Verletzungen, Druckstellen oder Anzeichen von Pilzinfektionen. Bei Sehstörungen oder Bewegungseinschränkungen bitten Sie eine Angehörige oder eine Pflegeperson um Hilfe. Je früher ein Problem entdeckt wird, desto besser kann gegengesteuert werden.
  • Waschen und Pflegen: Reinigen Sie Ihre Füße täglich in lauwarmem Wasser (ca. 34–37 °C). Heißes Wasser oder langes Fußbaden schadet eher (Austrocknung, Verbrühungsgefahr bei fehlendem Schmerzempfinden). Nutzen Sie eine milde, ph-neutrale Seife. Trocknen Sie danach die Füße gut ab, besonders zwischen den Zehen. Denn dort bleibt sonst Feuchtigkeit, was Hautmazeration und Fußpilz begünstigt. Cremen Sie die Füße anschließend mit einer feuchtigkeitsspendenden Fußcreme ein. Ideal sind Urea-haltige Cremes, die Hornhaut weich halten. Achtung: Zehenzwischenräume nicht eincremen, diese sollen trocken bleiben.
  • Nägel und Hornhaut: Schneiden Sie Ihre Fußnägel regelmäßig gerade und feilen Sie scharfe Kanten ab, um einem Einwachsen der Nägel vorzubeugen. Bei verdickten oder schwer schneidbaren Nägeln überlassen Sie dies besser einer medizinischen Fußpflege (Podologe). Verzichten Sie auf aggressive Hornhautentfernung mit Raspeln oder ätzenden Pflastern in Eigenregie. Lassen Sie Hornhaut lieber fachgerecht abtragen, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Schuhe und Strümpfe: Tragen Sie immer passendes, bequemes Schuhwerk – keine engen Schuhe oder hohen Absätze im Alltag. Neue Schuhe zuerst zuhause einlaufen und auf Scheuerstellen prüfen. Diabetiker-Socken ohne engem Gummibund sind empfehlenswert, um die Durchblutung nicht zu stören. Wechseln Sie Socken täglich und achten Sie auf weiches, faltenfreies Material.
  • Vorsorgeuntersuchungen: Lassen Sie mindestens einmal jährlich Ihre Füße vom Arzt untersuchen (Neuropathie-Test, Durchblutungscheck). Bei Auffälligkeiten oder wenn Sie selbst Probleme bemerken (Wunde, die nach 2–3 Tagen nicht besser wird), suchen Sie umgehend medizinischen Rat. Lieber einmal mehr zum Arzt als eine kleine Verletzung verschleppen!
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Stress, Psyche und Alltag bewältigen

Diabetes-Management muss nebenbei bewältigt werden, während man sein normales Leben mit Beruf, Familie und Hobbys weiterführt. Das kann mitunter Stress verursachen. Hektik, psychische Belastungen oder Schlafmangel beeinflussen aber ebenfalls den Blutzucker. Stresshormone wie Cortisol lassen den Blutzucker ansteigen, und umgekehrt kann ein entgleister Blutzucker (sehr hoch oder sehr niedrig) Stress und Ängste auslösen. So kann leicht ein Teufelskreis aus Stress und Blutzuckerschwankungen entstehen. Deshalb ist das seelische Wohlbefinden ein wichtiger Baustein im Diabetes-Alltag. Achten Sie auf sich und gönnen Sie sich Pausen. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, Yoga, Meditation oder einfach ein Spaziergang an der frischen Luft können helfen, zur Ruhe zu kommen.

Sorgen und Schwierigkeiten meistern

Scheuen Sie sich nicht, über Sorgen und Schwierigkeiten zu sprechen – sei es mit Ihrem Arzt, einem Diabetesberater oder vertrauten Menschen. Es ist völlig normal, dass es Tage gibt, an denen man „die Nase voll“ hat vom ständigen Messen und Planen. Manchmal hilft es, bewusst kleine Auszeiten zu nehmen: Ein Hobby pflegen, Freunde treffen, oder sich für Erfolge belohnen. Setzen Sie sich realistische Ziele und feiern Sie Fortschritte: zum Beispiel eine HbA1c-Verbesserung, ein verlorenes Kilogramm Gewicht oder konsequent Bewegung in den letzten Wochen. All das sind Leistungen, auf die Sie stolz sein dürfen. Motivation kommt oft zurück, wenn man sich vor Augen führt, was man schon geschafft hat.

Falls Sie bemerken, dass Sie seelisch sehr belastet sind oder depressive Verstimmungen auftreten, ziehen Sie professionelle Hilfe hinzu. Es gibt Psychologen und Therapeuten, die auf chronische Erkrankungen spezialisiert sind. Studien zeigen übrigens, dass eine gute psychische Betreuung sich auch positiv auf die Blutzuckereinstellung auswirken kann, denn Körper und Seele hängen zusammen.

Offen mit Diabetes umgehen

Binden Sie auch Ihr Umfeld mit ein. Angehörige und Freunde können eine große Stütze sein, wenn sie über Diabetes Bescheid wissen. Erklären Sie Ihrer Familie ruhig, was Hyperglykämie und Hypoglykämie bedeuten, was im Notfall zu tun ist, und beziehen Sie sie vielleicht ins gemeinsame Kochen oder Sporttreiben ein. So fühlen Sie sich sicherer, und Ihre Angehörigen haben weniger Angst, etwas falsch zu machen. Offenheit zahlt sich hier aus. Viele Angehörige sind dankbar, wenn sie aktiv helfen können – sei es durch Erinnern an den Mess- oder Spritzzeitpunkt oder einfach dadurch, dass sie Verständnis zeigen, wenn Sie einmal erschöpft sind. Zusammen gemeisterte Herausforderungen schweißen auch enger zusammen.

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Digitale Helfer: Diabetes-Apps und moderne Technologien

Wir leben im digitalen Zeitalter. Somit wird auch das Diabetesmanagement zunehmend von Apps und smarten Geräten unterstützt. Zahlreiche Diabetes-Apps stehen heute zur Verfügung, die von der Dokumentation bis zur Analyse vieles erleichtern. Sie können damit z.B. Ihre Blutzuckerwerte, Insulindosen, BE-Kalkulationen und körperliche Aktivitäten bequem im Smartphone protokollieren. Viele Apps bieten Auswertungen an: Grafiken zeigen Blutzucker-Trends, berechnen Ihren Durchschnitt und helfen so, Muster zu erkennen (z.B. wiederkehrende hohe Werte am Nachmittag). Manche Apps erinnern an die Medikamenteneinnahme oder Blutdruckkontrolle, andere helfen beim Kohlenhydrate zählen (mit Lebensmitteldatenbanken) oder berechnen gar Insulindosen anhand der eingegebenen Werte. Die Vielfalt ist groß – und hier lohnt es sich, auf Qualität zu achten. Fragen Sie ruhig Ihr Diabetes-Team nach App-Empfehlungen, die erprobt und datenschutzkonform sind.

Die Nutzung von Diabetes-Apps kann ein wertvolles Werkzeug im täglichen Selbstmanagement sein. Experten gehen davon aus, dass Diabetes-Apps langfristig einen festen Platz in der ganzheitlichen Diabetesbehandlung einnehmen. Viele moderne Insulinpumpen lassen sich heute bereits per Smartphone steuern, und Glukose-Sensoren übertragen die Werte direkt ans Handy oder eine Smartwatch. Solche technischen Innovationen machen es möglich, quasi „auf einen Blick“ am Handgelenk den aktuellen Blutzucker zu sehen und Alarmmeldungen zu erhalten.

Doch Vorsicht: JedeTechnik ist nur so gut wie der Mensch, der sie bedient. Achten Sie auf verlässliche Apps, z.B. mit CE-Zertifizierung als Medizinprodukt, wenn sie Dosierungsempfehlungen geben. Halten Sie die Geräte-Software immer aktuell und schützen Sie Ihre Daten. Und verlassen Sie sich nicht blind auf Algorithmen. Wenn Sie Unterzucker-Anzeichen spüren, handeln Sie entsprechend, auch wenn das Gerät vielleicht (noch) nichts Alarmierendes zeigt. Die digitale Unterstützung kann und soll das Denken nicht ersetzen, aber sie kann Ihren Alltag deutlich entlasten. Nutzen Sie diese Chancen, wenn sie zu Ihnen passen – sei es ein digitales Blutzucker-Tagebuch, ein Schrittzähler oder eine umfassende Diabetes-Management-App.

Vorsorge und regelmäßige Kontrollen

Abschließend sei betont: Diabetesmanagement im Alltag bedeutet auch, an die regelmäßigen Arzttermine zu denken. Mindestens einmal im Quartal steht ein Check-up bei Ihrem Hausarzt oder Diabetologen an (bei Insulinpumpen-Trägern oder Schwangerschaftsdiabetes ggf. häufiger). Dabei werden HbA1c, Blutzucker-Tagebuch, Blutdruck, Gewicht und oft auch Cholesterinwerte kontrolliert.

Ein- bis zweimal jährlich sollten zudem spezielle Untersuchungen erfolgen:

  • Augenuntersuchung beim Augenarzt zur Früherkennung der diabetischen Retinopathie
  • Fußuntersuchung und
  • Nierenwerte Kreatinin, Urin-Albumin als Marker für Nierenerkrankungen.

Diese Vorsorge ist Teil der Therapie. Nutzen Sie sie, damit Folgeerkrankungen gar nicht erst entstehen oder früh erkannt werden. Dank moderner Medizin und guter Betreuung können Menschen mit Diabetes heute eine nahezu normale Lebenserwartung und Lebensqualität erreichen, sofern sie aktiv mitmachen.

Fazit: Den Diabetes im Griff haben

Diabetes Typ 1 oder Typ 2 zu haben, ist ohne Frage eine lebenslange Herausforderung. Aber eine, die sich mit Wissen, Disziplin und Unterstützung meistern lässt. Menschen mit Diabetes können heute ein erfülltes, aktives Leben führen: Arbeiten, Reisen, Sport treiben, Kinder bekommen – all das ist möglich, wenn die Stoffwechseleinstellung stimmt und man gut für sich sorgt. Wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz: Blutzuckermessung und Medikamente sind unerlässlich, doch ebenso zählen gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, gute Fußpflege, das Management von Stress und die Nutzung moderner Hilfsmittel dazu. Halten Sie sich an die vereinbarten Therapiepläne, bleiben Sie neugierig auf neue Technologien und Bleiben Sie motiviert. Auch kleine Schritte führen zum Erfolg!

Bei RCS Pro möchten wir Sie auf diesem Weg bestmöglich begleiten. In unserem Shop finden Sie alles, was den Alltag mit Diabetes einfacher macht – von Messgeräten und Teststreifen über Insulinzubehör bis zu speziellen Pflegeprodukten. Bei Fragen sind wir gern für Sie da. Mit den richtigen Hilfsmitteln, einem positiven Mindset und einem unterstützenden Umfeld haben Sie Ihren Diabetes Tag für Tag im Griff und können nach vorne schauen.

Denken Sie daran: Sie managen Ihren Diabetes, damit er Sie nicht managt. Wir wünschen Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg zu einem gesunden, ausgeglichenen Leben mit Diabetes!