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Senior mit Fersendruckgeschwuer liegt im Bett

Fersendruckgeschwüre erkennen, vorbeugen und behandeln

Die Ferse gehört zu den Körperstellen, die besonders schnell wundliegen. Wenn ein Mensch viel im Bett liegt oder sich kaum bewegen kann, lastet das Gewicht des Beins immer wieder auf demselben Punkt. Genau dort entsteht dann häufig ein Dekubitus. Ein solches Druckgeschwür ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann sich ohne die richtige Versorgung auch tief ins Gewebe ausbreiten. Dieser Ratgeber erklärt die typischen Ursachen eines Fersendruckgeschwürs sowie die wichtigsten Maßnahmen zur Prävention und Behandlung. Die Inhalte sind verständlich aufbereitet und insbesondere für pflegende Angehörige und Betroffene geeignet.

Betroffen sind vor allem Menschen, die viel liegen oder im Rollstuhl sitzen: ältere Menschen, Pflegebedürftige und Personen nach einer Operation. Für eine Person mit eingeschränkter Mobilität ist eine gute Information über Warnzeichen und Maßnahmen besonders wertvoll.

Was ist ein Fersendruckgeschwür?

Ein Fersendruckgeschwür, das in der Medizin auch als Druckulcus oder Dekubitus bezeichnet wird, ist eine Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch anhaltenden Druck verursacht wird. Lang anhaltender Druck auf die Haut quetscht die Blutgefäße ab, sodass das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Die Folge: Zellen sterben ab, und es bildet sich eine Wunde. Solche Wunden können oberflächlich bleiben oder bis zu den darunter liegenden Muskeln, Sehnen und Knochen reichen.

Das Wundliegen ist ein typisches Problem bei Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Rund 80 % der Druckgeschwüre treten am Steißbein beziehungsweise Kreuzbein oder an der Ferse auf. Das zeigt, wie gefährdet diese Bereiche sind. Wer die Entstehung versteht, kann gezielt gegensteuern.

An welchen Körperstellen entsteht ein Dekubitus häufig?

Ein Dekubitus bildet sich vor allem an Körperstellen, an denen ein Knochen dicht unter der Haut liegt. Neben der Ferse sind das vor allem das Steißbein, das Kreuzbein, die Hüfte und die Schulterblätter. An diesen Körperstellen fehlt ein schützendes Polster, sodass der Druck beim Liegen direkt auf das Gewebe wirkt. Wer weiß, welche Stellen besonders gefährdet sind, kann diese Körperstellen gezielt im Blick behalten und rechtzeitig entlasten. So lassen sich Wunden an typischen Druckstellen oft vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen.

Warum ist gerade die Ferse so gefährdet?

Die Ferse hat eine ungünstige anatomische Ausgangslage: Über dem Fersenbein liegt nur wenig schützendes Fett- und Muskelgewebe. Wenn das Bein auf der Matratze aufliegt, drückt der Knochen also fast direkt gegen die Haut. Weil die Ferse so wenig Polster besitzt, ist sie besonders anfällig für Druckgeschwüre. Hinzu kommt, dass die Durchblutung in diesem Bereich ohnehin nicht immer optimal ist.

Bei bettlägerigen Menschen liegt die Ferse oft stundenlang in derselben Position. Ohne regelmäßiges Umlagern bleibt der Druck auf dieselben Hautstellen bestehen und die Schädigung schreitet voran. Deshalb muss in der Pflege ein besonderer Blick auf diese empfindliche Körperstelle gerichtet werden.

Fersendruckgeschwür: Ursachen im Überblick

Die Ursachen eines Druckgeschwürs sind meist eine Kombination aus mehreren Faktoren. Im Zentrum steht immer der Druck, doch weitere Einflüsse verstärken das Risiko erheblich.

Druck, Reibung und Scherkräfte

Der wichtigste Auslöser ist anhaltender Druck: Er presst die feinen Blutgefäße zusammen und unterbricht die Durchblutung. Schon nach kurzer Zeit leidet das Gewebe unter Sauerstoffmangel. Kommen Reibung und Scherkräfte hinzu – etwa, wenn ein Mensch im Bett nach unten rutscht –, werden die Hautschichten gegeneinander verschoben. Reibung und Scherkräfte können die Haut schädigen und die Durchblutung zusätzlich beeinträchtigen. Diese Durchblutungsstörungen führen schließlich zum Absterben von Zellen.

Feuchtigkeit und Hautzustand

Auch Feuchtigkeit spielt eine große Rolle. Dauerhaft feuchte Haut – etwa durch Schweiß oder Inkontinenz – wird weicher und anfälliger für Druckschäden. Feuchtigkeit macht die Haut anfälliger und in Kombination mit Reibung steigt das Risiko für Hautreizungen und Wunden. Ein guter Hautzustand ist deshalb eine wichtige Grundlage für die Vorbeugung.

Risikofaktoren, die ein Fersendruckgeschwür begünstigen

Bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Dekubitus an der Ferse bildet. Dazu zählen vor allem:

  • Immobilität und Bewegungseinschränkungen: Wer sich kaum bewegt, kann den Druck nicht selbständig verlagern. Immobilität erhöht das Risiko eines Fersendruckgeschwürs erheblich.
  • Höheres Lebensalter: Menschen über 65 Jahre haben ein erhöhtes Risiko, weil die Haut dünner und die Durchblutung schwächer wird.
  • Mangelernährung und Flüssigkeitsmangel: Sie verringern die Widerstandskraft der Haut. Flüssigkeitsmangel verschlechtert zudem die Sauerstoffversorgung der Haut und verlangsamt die Heilung.
  • Vorerkrankungen: Diabetes Mellitus und periphere arterielle Verschlusskrankheiten verschlechtern die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung im Gewebe. Auch neurologische Erkrankungen erhöhen das Risiko, weil Betroffene Druckschmerz oft nicht mehr richtig spüren.

Treten mehrere dieser Faktoren zusammen auf, ist höchste Aufmerksamkeit gefragt. Denn dann kann bereits eine kurze Phase ohne Druckentlastung ausreichen, um die Entstehung eines Druckgeschwürs in Gang zu setzen.

Die vier Grade des Dekubitus

Druckgeschwüre werden in vier Grade eingeteilt. Diese Einteilung hilft bei der Orientierung und gibt die Richtung der Behandlung vor. Grad 1 bis Grad 4 markieren dabei vier Grade unterschiedlicher Schwere. Die höheren Grade betreffen vor allem tiefere Gewebeschichten und erfordern eine intensivere Versorgung. Zur besseren Orientierung finden Sie im Folgenden eine Übersicht der einzelnen Dekubitus-Grade:

  • Dekubitus Grad 1: In diesem ersten Stadium zeigt sich eine Rötung bei intakter Haut. Diese lässt sich nicht wegdrücken und ist ein wichtiges Warnsignal. Jetzt ist eine konsequente Druckentlastung entscheidend.
  • Dekubitus Grad 2: Im zweiten Stadium ist die Haut bereits oberflächlich geschädigt – es entstehen Blasen oder eine offene, oberflächliche Wunde, welche die oberen Hautschichten betrifft.
  • Dekubitus Grad 3: In diesem Stadium reicht die Schädigung tiefer und erfasst alle Hautschichten bis ins Unterhautfettgewebe. Die Wunde ist deutlich ausgeprägt.
  • Dekubitus Grad 4: Das schwerste Stadium umfasst die vollständige Zerstörung von Haut und Gewebe. Muskeln, Sehnen, tiefere Strukturen und teils der Knochen liegen frei. In diesen Fällen ist die Versorgung besonders aufwändig.

Mit jedem Stadium nimmt die Tiefe der Schädigung zu: Während im ersten Stadium nur die oberste Hautschicht betroffen ist, können in einem fortgeschrittenen Stadium tiefere Strukturen wie Muskeln und Sehnen absterben. Im schwersten Stadium liegen Strukturen wie Sehnen und Knochen frei. Die Grade und Stadien geben dabei eine klare Orientierung, wie weit die Schädigung bereits reicht und welche Behandlung notwendig ist.

Je früher ein Dekubitus erkannt wird, desto besser sind die Aussichten. Ein Grad 1 lässt sich mit gezielter Druckentlastung oft noch aufhalten, während ein Dekubitus Grad 4 eine langwierige Wundversorgung und manchmal sogar eine Hauttransplantation erfordert. Hauttransplantationen sind bei Druckgeschwüren der Grade 3 und 4 möglich.

Symptome: Woran erkennt man ein Druckgeschwür?

Die Symptome eines Druckgeschwürs hängen vom Stadium ab. Ein erstes Warnzeichen ist eine Rötung, die sich nicht wegdrücken lässt. Später kommen Blasen, offene Wunden und nässende Stellen hinzu. Achten Sie bei einer gefährdeten Person täglich auf folgende Anzeichen:

  • Hautveränderungen: Rötungen, die nach dem Umlagern bestehen bleiben, oder eine veränderte Hautfarbe an Druckstellen.
  • Offene Wunden: Schon kleine offene Wunden an der Ferse sind ein ernstes Signal und zählen zu den eindeutigen Symptomen. Solche Wunden sollten nie ignoriert werden.
  • Schmerzen oder Wärme: Druckschmerz sowie überwärmte oder verhärtete Stellen weisen auf eine beginnende Schädigung hin.

Je nach Schweregrad reichen die Maßnahmen von einfacher Druckentlastung bis hin zur professionellen Versorgung offener Wunden. Diese Informationen helfen Angehörigen, bei einer betroffenen Person rechtzeitig die richtigen Schritte einzuleiten.

Prävention: So beugen Sie einem Fersendruckgeschwür vor

Die gute Nachricht ist: In vielen Fällen lassen sich Druckgeschwüre vorbeugen. Eine konsequente Dekubitusprophylaxe mit den passenden Hilfsmitteln setzt an mehreren Punkten gleichzeitig an. Ziel ist es, Druck zu reduzieren, die Haut zu schützen und die Durchblutung zu fördern. Die folgenden Maßnahmen und Tipps haben sich in der Pflege bewährt.

Regelmäßiges Umlagern und Bewegung

Das regelmäßige Umlagern ist das Herzstück jeder Dekubitusprophylaxe. Als Faustregel gilt: Die pflegebedürftige Person sollte etwa alle zwei Stunden umgelagert werden, damit kein Bereich dauerhaft belastet wird. Durch regelmäßige Positionswechsel wird der Druck immer wieder neu verteilt. Auch Bewegung ist hilfreich: Schon kleine, regelmäßige Bewegungen im Bett fördern die Durchblutung und reduzieren das Risiko für Druckgeschwüre.

Fersenfreilagerung und druckentlastende Hilfsmittel bei der Dekubitus-Behandlung

Besonders wirksam an der Ferse ist die sogenannte Fersenfreilagerung: Dabei wird die Ferse so gelagert, dass sie komplett vom Untergrund abhebt und gar kein Druck mehr auf den gefährdeten Punkt wirkt. Eine Fersenfreilagerung kann Druckgeschwüre zuverlässig verhindern. Im Onlineshop von RCS Pro finden Sie im Bereich Lagerung & Antidekubitus für Bein und Ferse passende Hilfsmittel:

Knochenvorsprünge sollten generell mit weichen Materialien gepolstert werden. Ergänzend sorgen druckverteilende Matratzen für eine gleichmäßigere Lastverteilung. Spezielle Matratzen können den Druck auf gefährdete Stellen reduzieren. In Kombination mit einem Lagerungskissen für den ganzen Körper wie dem CareWave Universalkissen lässt sich auch der übrige Körper stabil und druckentlastend lagern. Solche Matratzen und Kissen sind eine sinnvolle Ergänzung zum manuellen Umlagern.

Hautpflege und Hautschutz

Eine gut gepflegte und widerstandsfähige Haut ist weniger anfällig für Druckgeschwüre. Eine gute Hautpflege ist deshalb ein entscheidender Faktor in der Prävention. Dabei ist die Verwendung feuchtigkeitsspendender Produkte wichtig, die die Haut geschmeidig halten, ohne sie aufzuweichen. Das Urgo Hautpflegeöl Sanyrène aus dem Sortiment für „Hautschutz und Hautpflege“ ist speziell dafür gedacht, druckgefährdete Körperstellen zu pflegen und Rötungen vorzubeugen. Gleichzeitig sollte übermäßige Feuchtigkeit, etwa bei Inkontinenz, konsequent vermieden werden.

Eine ausgewogene Ernährung

Da Mangelernährung die Heilung verlangsamt und die Haut schwächt, gehört eine ausgewogene Ernährung mit genügend Eiweiß und Flüssigkeit ebenfalls zur Vorbeugung eines Dekubitus. Eine gute Nährstoffversorgung stärkt das Gewebe und unterstützt die körpereigene Regeneration der Haut von innen.

Behandlung eines Fersendruckgeschwürs

Ist bereits eine Wunde entstanden, hängt die Dekubitus-Behandlung vom jeweiligen Stadium ab. Grundsätzlich verfolgt jede Therapie zwei Ziele: den Druck vollständig von der betroffenen Stelle zu nehmen und die Wunde fachgerecht zu versorgen.

Konsequente Druckentlastung

Die wichtigste Maßnahme bei der Behandlung ist die sofortige, konsequente Druckentlastung. Solange weiter Druck auf die Wunde wirkt, kann sie nicht heilen. Hier kommen dieselben Hilfsmittel wie in der Prophylaxe zum Einsatz: Fersenfreilagerung, Fersenschoner und häufiges Umlagern. Ohne Druckentlastung bleibt jede weitere Dekubitus-Behandlung wirkungslos.

Moderne Wundversorgung

Ab Grad 2 ist eine fachgerechte Wundversorgung notwendig. Moderne Wundauflagen halten die Wunde feucht, schützen vor Keimen und fördern die Heilung. Welche Wundauflagen geeignet sind, hängt von Tiefe und Zustand der Wunde ab und sollte mit einer Pflegefachkraft, dem Arzt oder der Ärztin abgestimmt werden. Im RCS Pro Sortiment zur modernen Wundversorgung finden sich passende Produkte:

Zum Beispiel das ActiMaris Wundgel zur Reinigung und Befeuchtung oder die Schaumstoff-Wundauflage Suprasorb P, die sich gut zur Versorgung von Druckgeschwüren eignet. Bei infizierten Wunden werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt.

Ärztliche Therapie bei tiefen Wunden

Tiefe Druckgeschwüre der Grade 3 und 4 gehören in ärztliche Hand. Hier kann es nötig sein, abgestorbenes Gewebe zu entfernen, und in schweren Fällen sind Hauttransplantationen möglich, um große Defekte zu decken. Je nach Symptomen und Verlauf wird die Therapie individuell angepasst. Wichtig ist, dass auch während dieser Behandlung die Druckentlastung auf den Dekubitus lückenlos fortgesetzt wird.

Wann muss ich mit einem Druckgeschwür zum Arzt oder zur Ärztin?

Spätestens wenn sich eine offene Wunde, eine sich nicht wegdrückende Rötung oder Anzeichen einer Infektion zeigen, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Auch eine Rötung bei intakter Haut, die nach Druckentlastung nicht verschwindet, ist ein Warnsignal, das ernst genommen werden sollte. Je früher gehandelt wird, desto größer sind die Chancen, das Fortschreiten der Schädigung zu stoppen.

Im Pflegealltag gut informiert

Wer eine gefährdete Person betreut, sollte sich frühzeitig Informationen über Hilfsmittel und Techniken einholen, zum Beispiel zur richtigen Lagerung oder zur Auswahl der Wundauflagen. Eine kurze Beratung in der Apotheke, beim Pflegedienst oder im Sanitätshaus liefert oft wertvolle Informationen. Eine Pflegefachkraft kann zum Beispiel zeigen, wie sich offene Wunden korrekt versorgen lassen und welche Druckgeschwür-Grade welche Schritte erfordern. So treffen Sie als Angehörige vor allem in unsicheren Situationen die richtige Entscheidung.

Fazit

Ein Druckgeschwür entsteht durch anhaltenden Druck auf eine ohnehin empfindliche Körperstelle und lässt sich mit der richtigen Pflege in vielen Fällen verhindern. Entscheidend sind regelmäßiges Umlagern, eine konsequente Fersenfreilagerung, gute Hautpflege und eine ausreichende Ernährung. Ist bereits eine Wunde entstanden, stehen Druckentlastung und moderne Wundversorgung im Mittelpunkt der Behandlung.

Mit dem passenden Angebot an Hilfsmitteln aus dem RCS Pro Sortiment lassen sich Prävention und Versorgung im Pflegealltag zum Wohl der betroffenen Personen gut umsetzen. Unabhängig vom Stadium gilt: Je früher die einzelnen Druckgeschwür-Grade erkannt werden, desto größer ist die Chance auf eine vollständige Heilung.


Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was ist ein Druckgeschwür an der Ferse genau?

Bei einem Druckgeschwür (Dekubitus) handelt es sich um eine durch Druck verursachte Schädigung von Haut und Gewebe. Der Dekubitus wir in der Medizin auch Druckulcus genannt. Je nach Tiefe wird das Druckgeschwür in vier Grade eingeteilt. Diese Einteilung reicht von einer Rötung bei intakter Haut (Grad 1) bis zur vollständigen Zerstörung von Haut, Muskeln und Sehnen (Grad 4).

Wie entsteht ein Dekubitus (Druckgeschwür) an der Ferse?

Ein Dekubitus an der Ferse entsteht durch anhaltenden Druck, der die Blutgefäße abquetscht. Das Gewebe wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, Zellen sterben ab und es bildet sich eine Wunde. Da die Ferse nur wenig schützendes Fett besitzt, ist sie besonders gefährdet.

Wie behandelt man ein Druckgeschwür an der Ferse?

Im Mittelpunkt steht die sofortige Druckentlastung, zum Beispiel durch die Fersenfreilagerung und häufiges Umlagern. Ab Grad 2 kommt eine moderne Wundversorgung mit geeigneten Wundauflagen hinzu. Tiefe Wunden der Dekubitus-Grade 3 und 4 gehören in ärztliche Behandlung.

Welche Salbe oder welches Produkt hilft bei einem Dekubitus an der Ferse?

Zur Pflege druckgefährdeter Haut eignen sich feuchtigkeitsspendende Produkte wie ein Hautpflegeöl. Bei einer offenen Wunde sind hingegen Wundgele und moderne Wundauflagen das Mittel der Wahl. Die konkrete Auswahl sollte mit dem behandelnden Arzt, Ihrer Ärztin oder Pflegefachkraft abgestimmt werden.

Wie kann man einem Fersendruckgeschwür vorbeugen?

Wichtig sind ein regelmäßiges Umlagern alle zwei Stunden, eine konsequente Fersenfreilagerung, das Polstern von Knochenvorsprüngen, eine gute Hautpflege und eine ausgewogene Ernährung. Diese Kombination senkt das Risiko für Druckgeschwüre erheblich.

Wie oft sollte man einen gefährdeten Menschen umlagern?

Als Richtwert gilt ein Positionswechsel etwa alle zwei Stunden. Bei stark gefährdeten Personen kann auch ein kürzeres Intervall sinnvoll sein. Wichtig ist es, den Hautzustand bei jedem Umlagern zu kontrollieren.

Lässt sich Druckgeschwüren immer vorbeugen?

Nicht in jedem Fall, aber in sehr vielen. Eine konsequente Dekubitusprophylaxe mit Druckentlastung, Hautpflege und Bewegung kann das Risiko erheblich senken. Bei mehreren Risikofaktoren wie Immobilität, hohem Alter und Diabetes Mellitus ist eine besondere Aufmerksamkeit nötig.

Lagerungs- und Positionshilfen richtig einsetzen: Ein Ratgeber für Pflegende und Angehörige

Wer einen pflegebedürftigen Menschen zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung betreut, kennt die Herausforderung: Wie sorgt man dafür, dass die betroffene Person sicher, bequem und ohne Risiko gelagert ist? Lagerungs- und Positionshilfen sind dabei unverzichtbare Hilfsmittel – vorausgesetzt, man setzt sie richtig ein. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über Definition, Arten, Einsatzzwecke und die wichtigsten Lagerungstechniken.

Was sind Lagerungs- und Positionshilfen? Definition und Grundlagen

Lagerungshilfen sind speziell entwickelte Hilfsmittel, die dazu dienen, den Körper eines pflegebedürftigen Menschen in eine bestimmte Position zu bringen oder in einer bestimmten Haltung zu halten. Der Begriff umfasst ein breites Sortiment an Kissen, Keilen, Rollen und Schienen, die in der Pflege, in der Medizin und auch im häuslichen Bereich eingesetzt werden.

Positionshilfen im engeren Sinne unterstützen die Positionierung einzelner Körperteile – etwa der Arme, Beine, des Rückens oder des Kopfes – um eine physiologisch korrekte Körperhaltung zu ermöglichen. Die Lagerung als pflegerische Maßnahme dient dabei nicht nur der Bequemlichkeit, sondern ist ein zentrales Element der Dekubitusprophylaxe sowie der Schmerzlinderung und der Unterstützung physiologischer Vorgänge wie Atmung und Kreislauf.

Wann sind Lagerungshilfen notwendig?

Menschen, die sich aufgrund von Krankheit, Alter, Verletzungen, Operationen oder Lähmungen nicht mehr eigenständig im Bett umdrehen oder ihre Körperposition verändern können, sind auf externe Unterstützung angewiesen. In solchen Situationen entsteht schnell ein erhöhter Druck auf bestimmte Körperstellen – insbesondere am Rücken, am Gesäß, an den Fersen und am Steißbein. Hält dieser Druck über einen längeren Zeitraum an, kann es zu Druckgeschwüren (Dekubitus) kommen, welche erhebliche Schädigungen des Gewebes verursachen.

Lagerungshilfen kommen unter anderem bei folgenden Personengruppen zum Einsatz: bettlägerige Pflegebedürftige, die sich nicht mehr selbständig bewegen können, Patienten nach Operationen oder Frakturen, Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Plegie (Lähmung), Senioren mit eingeschränkter Mobilität sowie Patienten in der palliativen Pflege. Auch für Angehörige, die ihre Familienmitglieder zu Hause betreuen, sind geeignete Lagerungshilfen eine enorme Erleichterung – sowohl für die pflegebedürftige Person als auch für die Pflegenden selbst.

Die wichtigsten Arten von Lagerungshilfen im Überblick

Das Sortiment an Lagerungs- und Positionshilfen ist vielfältig. Je nach Einsatzzweck, Körperregion und individueller Situation des Patienten kommen unterschiedliche Produkte zum Einsatz. Im RCS-Pro Shop finden Sie eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl in der Kategorie Lagerung | Antidekubitus. Hier ein Überblick über die gängigsten Produkt-Arten:

Lagerungskissen für den Körper

Seitenlagerungskissen sind mit kleinen Kügelchen gefüllt und passen sich damit dem Körper optimal an. Sie unterstützen die flexible Lagerung bettlägeriger Personen, stützen Schulter, Rücken und Becken bis zum Knie und eignen sich auch zur bequemen Nacken- und Schulterunterstützung. Zylinderkissen sind durch ihre spezielle Form ideal für die Druckentlastung der Fersen, Knöchel und Sprunggelenke. Multifunktionale Lagerungskissen ermöglichen dank ihrer variablen Form vielfältige Einsatzmöglichkeiten zur Druckverteilung und können beispielsweise zur hüftbreiten Lagerung der Unterschenkel verwendet werden.

Lagerungskeile und Lagerungsrollen

Lagerungsrollen und Lagerungskeile zählen zu den klassischen Hilfsmitteln in der Pflege. Sie eignen sich zur stabilen Seitenlagerung, zur Hochlagerung von Beinen oder Oberkörper und zur Unterstützung einzelner Körperstellen. Ein Lagerungskeil unter den Knien beispielsweise entlastet den Rücken und verbessert die Durchblutung. Im Bett eingesetzt, verhindern Lagerungsrollen das ungewollte Abrollen aus der Seitenlage.

Hilfsmittel für Arme und Hände

Ellbogenpolster schützen die empfindlichen Gelenke bettlägeriger Menschen und verhindern Druckstellen effektiv. Handrollen und Arm-Lagerungskissen unterstützen ebenfalls die Druckentlastung und Handrollen fördern durch regelmäßige Bewegungsübungen zusätzlich die Mobilität. Abduktionskeile stützen sowohl Arme als auch Knie in einer anatomisch günstigen Position.

Lagerungshilfen für Beine und Fersen

Fersenschuhe nehmen den Druck vollständig von der gefährdeten Fersenregion, wärmen gleichzeitig die Fußsohle und bieten hohen Tragekomfort. Dreieckskissen ermöglichen eine freie Lagerung der Ferse, indem sie unter den Kniekehlen positioniert werden. Kniekissen werden mit Klettverschluss am Oberschenkel befestigt und reduzieren den Druck der Kniegelenke aufeinander – eine wahre Wohltat bei langen Liegephasen.

Kopflagerungshilfen

Kopfkissen mit Cool-Effekt bieten pflegebedürftigen Menschen, die zu starkem Schwitzen neigen, wohltuende Kühlung und fördern einen erholsamen Schlaf. Kissen mit eingearbeiteter Öffnung zum Ohrmuschelschutz ermöglichen eine druckfreie Lagerung des Ohrbereichs. Ringkissen stabilisieren den Kopf- und Rückenbereich und erleichtern das Umlagern immobiler Patienten erheblich.

Sitzkissen und Antidekubitus-Hilfsmittel

Nicht nur im Bett, auch beim Sitzen, etwa im Rollstuhl oder auf dem Stuhl, besteht das Risiko von Druckgeschwüren. Anatomisch angepasste Sitzkissen mit druckentlastendem Schaumstoff oder Sitzringe entlasten das Gesäß und die Wirbelsäule und fördern eine körpergerechte Sitzhaltung. Diese Produkte sind besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die viel Zeit sitzend verbringen, unverzichtbar.

Richtige Lagerungstechniken: Was Sie wissen müssen

Das beste Hilfsmittel nützt wenig, wenn die Lagerungstechniken nicht korrekt angewendet werden. Pflegefachkräfte kennen die entsprechenden Positionierungstechniken aus der Ausbildung – Angehörige hingegen stehen oft vor vielen Fragen. Im Folgenden möchten wir die wichtigsten Grundprinzipien erläutern:

Die 30-Grad-Seitenlagerung ist eine bewährte Positionierungstechnik, die direkten Druck auf die gefährdeten Körperstellen wie Steißbein und Trochanterbereich verhindert. Der Körper wird dabei zur Seite geneigt und mit einem Lagerungskeil oder einer Lagerungsrolle gestützt. Wichtig ist dabei, dass die Lagerungshilfe stabil positioniert ist und nicht verrutscht.

Lagerungshilfen ersetzen zudem nicht das regelmäßige Umlagern, sondern ergänzen es: Je nach Risiko sollte die Position alle zwei Stunden oder häufiger gewechselt werden. Für Patienten mit Schluck- oder Atembeschwerden ist die Hochlagerung des Oberkörpers oft medizinisch notwendig. Hierbei helfen spezielle Keile, verstellbare Lagerungssysteme und größere Lagerungskissen eine stabile und sichere Position zu gewährleisten. Fersen, Steißbein und Schulterblätter müssen bei der Lagerung möglichst frei liegen und dürfen keinen Auflagedruck erhalten: Speziell entwickelte Lagerungskissen und Fersenschuhe helfen dabei, diese Körperstellen zuverlässig zu entlasten.

Patientensicherheit und Materialien: worauf Sie achten sollten

Bei der Auswahl von Lagerungshilfen spielt nicht nur die Form, sondern auch das verwendete Material eine wichtige Rolle für die Patientensicherheit und Langlebigkeit. Hochwertige Materialien wie atmungsaktiver Schaumstoff, Viskoschaum (Memory-Foam) oder spezielle Gelkissen sorgen für eine optimale Druckverteilung und gute Hygieneeigenschaften. Bezüge sollten waschbar, hautfreundlich und antiallergisch sein. Die verfügbaren Größen sollten dem Körperbau des Patienten angepasst werden – ein zu kleines Kissen bietet möglicherweise nicht ausreichend Unterstützung, ein zu großes kann hinderlich sein.

Im RCS-Pro Sortiment finden Sie Lagerungshilfen in verschiedenen Größen und Ausführungen – von einfachen Schaumstoffkeilen bis hin zu hochwertigen Kissensets für die professionelle Pflege. Alle Produkte sind sorgfältig ausgewählt und erfüllen hohe Anforderungen an Qualität und Sicherheit.

Lagerungshilfen und die Krankenkasse: Was wird erstattet?

Viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen fragen sich, ob die Kosten für Lagerungshilfen von der Krankenkasse übernommen werden. Grundsätzlich gilt: Wenn Lagerungshilfen als Hilfsmittel zur Behandlung oder Vorbeugung einer Erkrankung ärztlich verordnet werden, können die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen erstattet werden. In vielen Fällen sind Lagerungshilfen im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen gelistet. Sprechen Sie dazu frühzeitig mit dem behandelnden Arzt und klären Sie, welche Maßnahmen im Einzelfall übernommen werden. Für die direkte Beschaffung und Lieferung können Sie auf das Sortiment von RCS-Pro zurückgreifen.

Dekubitusprophylaxe: Lagerung als zentrale Maßnahme

Wer die Entstehung von Druckgeschwüren verhindern möchte, kommt an einer systematischen Lagerungstherapie nicht vorbei. Druckgeschwüre entstehen, wenn die Haut zwischen Knochen und Unterlage dauerhaft zusammengedrückt wird und so die lokale Durchblutung gestört wird. Die Folgen reichen von Hautrötungen über offene Wunden bis hin zu tiefen Gewebeschädigungen mit Nekrose.

Die Lagerung ist dabei eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen. Ergänzend spielen weitere Faktoren eine Rolle: eine optimierte Hautpflege, eine ausreichende Ernährung und die Förderung der vorhandenen Mobilität. Im RCS-Pro Shop finden Sie neben Lagerungshilfen auch Umbetthilfen, die beim Positionswechsel bettlägeriger Patienten eine große Hilfe darstellen.

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Tipps für Angehörige: So gelingt die Lagerung im Alltag

Für pflegende Angehörige ist der Alltag oft anspruchsvoll. Unsere Praxistipps helfen Ihnen dabei, die Lagerung sicher und effizient zu gestalten:

  • Planen Sie die Lagerungswechsel fest in den Tagesablauf ein und halten Sie die Zeitabstände konsequent ein.
  • Nutzen Sie geeignete Lagerungshilfen, die für Ihren Angehörigen passend dimensioniert sind.
  • Achten Sie auf Hautveränderungen wie Rötungen oder Druckstellen und sprechen Sie diese frühzeitig mit dem Pflegedienst oder Arzt an.
  • Lassen Sie sich von einer Pflegefachkraft in den korrekten Lagerungstechniken einweisen.
  • Kombinieren Sie verschiedene Lagerungshilfen für unterschiedliche Situationen, zum Beispiel tagsüber im Rollstuhl mit einem Sitzkissen und nachts im Bett mit Seitenlagerungskissen und Fersenschutz.

Lagerungshilfen im RCS-Pro Shop: Das passende Produkt für jeden Bedarf

Im RCS-Pro Online-Shop finden Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegefachkräfte ein umfangreiches Sortiment an Lagerungshilfen und Positionshilfen – alles sorgfältig ausgewählt und zu fairen Preisen. Die Kategorie Lagerung | Antidekubitus umfasst Produkte für alle relevanten Körperstellen und bietet passende Bezüge und weiteres Pflegezubehör. Das Team von RCS-Pro steht Ihnen bei Fragen zu Produkten und deren Einsatz gerne zur Verfügung. Examinierte Kranken- und Altenpfleger sowie Medizintechniker beraten Sie kompetent und helfen Ihnen dabei, das für Ihre Situation am besten geeignete Hilfsmittel zu finden.

Ganzkörperlagerung und Teilkörperlagerung: Was passt wann?

In der professionellen Pflege unterscheidet man zwischen der Ganzkörperlagerung und der Lagerung einzelner Körperabschnitte. Bei der Ganzkörperlagerung, etwa in der 30-Grad-Schräglage, wird der gesamte Körper in eine definierte Position gebracht. Diese Form der Lagerung ist besonders bei vollständig immobilen Patienten wichtig. Hier kommen großflächige Lagerungskissen, Lagerungskeile und spezielle Lagerungssysteme zum Einsatz, die Rücken, Gesäß und Extremitäten gleichzeitig unterstützen.

Bei der Teilkörperlagerung werden gezielt einzelne Körperstellen gelagert oder druckentlastet, zum Beispiel die Beine und Fersen, das Steißbein oder die Arme. Wenn ein Patient noch teilweise mobil ist, kann er sich selbst in eine Grundposition begeben, während Lagerungshilfen gefährdete Stellen entlasten. Fersenschuhe, Ellbogenpolster, Kniekissen und Ringkissen sind typische Hilfsmittel für die Teilkörperlagerung.

Transfers und Mobilisation: Lagerungshilfen als aktive Unterstützung

Lagerungshilfen kommen nicht nur bei der statischen Lagerung zum Einsatz, sondern auch bei Transfers und beim Umlagern. Rutschfeste Lagerungsunterlagen und geeignete Positionshilfen erleichtern sowohl pflegebedürftigen Menschen als auch dem Pflegepersonal diese Bewegungsabläufe erheblich. Ziel ist es dabei immer, die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten und die Rückenbelastung der Pflegenden zu reduzieren.

Auch im Rahmen der Rehabilitation spielen Lagerungshilfen eine wichtige Rolle: Nach einer Operation, einem Schlaganfall oder einer Verletzung unterstützen sie gezielt die Wiederherstellung der Mobilität und die Therapie. Abduktionskeile halten die Extremitäten in einer physiologisch günstigen Position und fördern so den Heilungsprozess. Im RCS-Pro Shop finden Sie ein breites System an Lagerungshilfen, das auf die Anforderungen der modernen Pflege und Rehabilitation ausgerichtet ist.

Welche Lagerungshilfe für welche Indikation?

Die Auswahl der richtigen Lagerungshilfe hängt stets von der jeweiligen Indikation und der individuellen Situation ab. Bei der Dekubitusprophylaxe eignen sich Seitenlagerungskissen, Lagerungskeile sowie Fersenschuhe. Zur Unterstützung der Atmung und bei Schluckstörungen ist die Hochlagerung des Oberkörpers mit einem geeigneten Lagerungskeil oder Rückenstützkissen sinnvoll. Bei Kontrakturen und Gelenkproblemen helfen Abduktionskeile und anatomisch geformte Positionierungshilfen.

Poz in Form Halbmondkissen 200x30cm

Zur Sitzkissenversorgung im Rollstuhl sind anatomisch angepasste Sitzkissen mit druckentlastendem Schaumstoff die erste Wahl. Diese Vielfalt verdeutlicht: Lagerungshilfen sind keine Einheitslösung – die Auswahl muss individuell und in Abstimmung mit der Pflegefachkraft oder dem behandelnden Arzt erfolgen. Bei allen Fragen rund um das richtige Hilfsmittel steht Ihnen das Expertenteam von RCS-Pro mit fundiertem Fachwissen zur Seite.

Lagerungs- und Positionshilfen – für mehr Lebensqualität und Sicherheit

Der richtige Einsatz von Lagerungs- und Positionshilfen ist keine reine Fachfrage – es geht um das Wohlbefinden, die Schmerzlinderung und die Lebensqualität von Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Mit den richtigen Hilfsmitteln, dem nötigen Wissen zu Lagerungstechniken und einem zuverlässigen Lieferanten wie RCS-Pro gelingt es, die Pflege sicherer, effizienter und würdevoller zu gestalten. Entdecken Sie jetzt das Sortiment an Lagerungshilfen im RCS-Pro Shop.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was ist der Unterschied zwischen Lagerungshilfen und Positionshilfen?

Lagerungshilfen ist der übergeordnete Begriff für alle Hilfsmittel, die zur Unterstützung der Körperhaltung dienen. Positionshilfen sind im engeren Sinne Produkte, die gezielt einzelne Körperstellen in einer bestimmten Position halten. In der Praxis werden beide Begriffe häufig synonym verwendet.

Wie oft sollte die Position einer bettlägerigen Person gewechselt werden?

Als Faustregel gilt: mindestens alle zwei Stunden. Bei erhöhtem Dekubitusrisiko kann auch ein kürzeres Intervall notwendig sein. Die individuelle Pflegeplanung legt die genauen Zeitabstände in Abstimmung mit dem Arzt und dem Pflegeteam fest.

Welche Lagerungshilfen eignen sich für zu Hause?

Für den häuslichen Einsatz eignen sich vor allem Seitenlagerungskissen, Lagerungskeile, Fersenschuhe und Sitzkissen. Im RCS-Pro Shop finden Sie eine gezielte Auswahl an Produkten, die speziell für den Einsatz im häuslichen Umfeld geeignet sind.

Können Lagerungshilfen von der Krankenkasse bezahlt werden?

Ja, in vielen Fällen ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt und das Hilfsmittel medizinisch notwendig ist. Sprechen Sie dazu Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt bzw. Fachärztin oder Facharzt an.

Fersenfreilagerung bei Fersendekubitus


Dekubitus bzw. Fersendekubitus: was ist das?

Eine Fersenfreilagerung bzw. eine Freilagerung von bestimmten Körperregionen ist notwendig, um potentielle Druckgeschwüre zu vermeiden, bzw. bereits entstandene zu versorgen.

Wenn Menschen altersbedingt oder aufgrund verschiedener Krankheiten bettlägerig und/oder stark pflegebedürftig sind, ist damit meist eine körperliche Immobilität verbunden, so dass die Menschen aus eigener Anstrengung heraus, ihre Körperposition nicht mehr verändern können. In dieser Situation, besteht die Gefahr, dass Patienten ein Druckgeschwür, einen sogenannten Dekubitus erleiden. Weiterlesen