Lagerung |Antidekubitus: Bewegungstechnik und Positionsunterstützung

In der Kategorie Lagerung | Antidekubitus finden Sie diverse Lagerungskissen sowie passende Bezüge für die Positionierung des gesamten Körpers oder einzelner Teile. Diese Kissen können zu verschiedenen Lagerungstherapiemaßnahmen, als Schutz vor Wundliegen und während der Behandlung von Dekubitus verwendet werden.

Positionsunterstützung - optimierte Körperhaltung und Dekubitusprophylaxe

Die Lagerung oder Positionsunterstützung ist dann von Bedeutung, wenn Menschen zeitlich begrenzt oder dauerhaft nicht in der Lage sind, ihre Körperposition zu verändern. Eine derartige Situation wird beispielsweise durch Alterserscheinungen, Unfälle, Frakturen oder Operationen hervorgerufen. Die Positionsunterstützung kann in vielfältigen Bereichen eingesetzt werden und verfolgt vielfach unterschiedliche Ziele. Eine spezielle Lagerung kann der Bequemlichkeit, der Unterstützung einer optimalen Körperhaltung u.a. bei täglichen Bedürfnissen wie beispielsweise beim Essen, der Schmerzlinderung, der Unterstützung physiologischer Vorgänge (u.a. Bewegungsanreiz, Geburtshilfe und Pneumonieprophylaxe) und zur Vorbeugung von Wundliegen dienen.

Für einen gesunden Menschen stellt normalerweise eine längere Liegeposition u.a. während des Schlafens kein Problem dar. Der Mensch ist in der Lage, seine Position zu verändern und damit entstehende Druckbelastung auf diverse Körperteile auszugleichen. Wenn Menschen allerdings über einen längeren Zeitraum liegen müssen und sich nicht mehr eigenständig bewegen oder drehen können, dann besteht die Gefahr, dass die Betroffenen Wundliegen. In dieser Situation wird die Haut zwischen den Knochen und der jeweiligen Unterlage derart zusammengedrückt, dass sie durch diesen Druck lokal geschädigt wird. Es entsteht ein sogenanntes Druckgeschwür, auch als Dekubitalgeschwür oder Dekubitus bezeichnet. Dabei erscheint anfangs lediglich eine zum Teil erwärmte Hautrötung, die sich bis hin zu tiefen Wunden mit abgestorbenem Gewebe (Nekrose), und geschädigtem Muskel und Knochengewebe entwickeln kann.

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Gefahr zur Bildung von Dekubitus erhöhen bzw. reduzieren. Diese Einflüsse sind intrinsisch, also durch den Patienten selbst oder extrinsisch, umgebungsbedingt. Übergewicht, eine Plegie (Lähmung) oder beispielsweise ein schlechter Allgemeinzustand erhöht das Risiko ein Druckgeschwür zu bekommen. So müssen in Abhängigkeit der jeweiligen Indikation und der individuellen körperlichen Situation fachlich entsprechende Maßnahmen bestimmt und durchgeführt werden, um eine qualifizierte und effiziente Dekubitusprophylaxe durchzuführen.

Positionsunterstützung mit Hilfe von speziellen Lagerungskissen

Die Veränderung der Körperposition von Betroffenen muss dann durch Außenstehende durchgeführt werden und die gefährdeten Körperstellen entsprechend druckentlastet bzw. frei gelagert werden. Lagerungstechniken und auch -materialien sollten allerdings die ohnehin begrenzte Mobilität der Betroffenen, soweit sie vorhanden ist, nicht noch mehr einschränken. In der Regel versucht man den Therapieprozess mit geeigneten Lagerungskissen und Bewegungstechniken aktiv zu gestalten, so dass die jeweiligen Patienten dazu angereizt werden, wenn möglich ihren Bewegungsspielraum zu erhalten oder im besten Fall sogar zu erweitern. Ergänzend werden therapieangrenzende Verfahren wie beispielsweise eine optimierte Hautpflege und eine entsprechende Ernährung eingesetzt, um den Therapieerfolg zu gewährleisten.

Ein Dekubitus kann kontinuierlich starke Schmerzen verursachen, so dass für die Betroffenen jede Bewegung zur Qual wird. Nicht selten stellt dies auch eine enorme seelische Belastung für den Patienten dar. Eine Behandlung dauert oft monatelang und ist auch für die Pflegenden eine extreme Belastungssituation.

Ein Antidekubitus-Lagerungssystem ist als Hilfsmittel gut geeignet einem Dekubitus vorzubeugen. Um den Erfolg einer Therapie sicherzustellen, ersetzt dies allerdings nicht eine pflegende Person, die eine entsprechende Pflege fachgerecht durchführen muss. Der Dekubitusproblematik kann mithilfe professionell umgesetzter Pflege und entsprechenden Hilfsmitteln adäquat begegnet werden.

Dekubitusprophylaxe mit Silikonauflagen

Zur Dekubitusprophylaxe führen wir NEU in unserem Sortiment KerraPro Silikonauflagen für die Haut. Die druckreduzierenden Silikonauflagen von KerraPro sorgen für eine effektive Umverteilung des Drucks, der auf der Haut lastet, wenn sie dauerhaft mit einer Oberfläche oder einem anderen Körperteil in Kontakt ist. Durch die Reduktion des lokalen Drucks, wird die Haut im druckgefährdeten Bereich entlastet, so dass die Silikonauflagen von KerraPro dafür sorgen, dass Druckstellen präventiv vermieden werden können. KerraPro Silikonauflagen sind somit zur Dekubitusprophylaxe geeignet. Die KerraPro Serie bietet verschiedene Silikonauflagen, die für eine hautschonende Druckentlastung an verschiedenen Körperstellen, wie beispielsweise Kreuzbein, Fußgelenk, Schulter oder Ferse sorgen. Es gibt Ellenbogenbandagen, Auflagen für Handgelenke und Ferse, außerdem Pads, die im Gesicht z.B. zur Druckreduzierung beim Tragen von Atemmasken oder von medizinischen Geräten oder Schläuchen, zur Polsterung der Handinnenflächen bei Kontrakturen und bei Druckstellen an Zehen, an der Ferse oder an den Kniegelenken verwendet werden können.

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