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Andicken von Flüssigkeiten: Tipps für sicheres Schlucken

Wer an einer Schluckstörung leidet, kennt die tägliche Herausforderung: Dünnflüssige Getränke wie Wasser, Tee oder Saft fließen unkontrolliert und viel zu schnell in den Rachen – mit potenziell gefährlichen Folgen. Das Andicken von Flüssigkeiten mithilfe von Andickungsmitteln gehört daher zu den wichtigsten Maßnahmen, um die Nahrungsaufnahme sicherer zu gestalten.

Was ist Dysphagie – und warum ist das Andicken von Flüssigkeiten so wichtig?

Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckakts, bei der die normale Koordination der beteiligten Muskeln und Nerven beeinträchtigt ist. Betroffene Personen können Flüssigkeiten im Mund nur schwer kontrollieren: Dünnflüssige Getränke wie Wasser gelangen oft zu schnell in den Rachen – schneller, als der Schluckreflex reagieren kann.

Schluckstörungen treten selten isoliert auf. Meist treten sie als Symptom einer erworbenen Grunderkrankung auf. Neurologische Erkrankungen wie Demenz, Morbus Parkinson oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) gehören zu den häufigsten Ursachen. Auch ein Schlaganfall, insbesondere Kopf-Hals-Tumore oder die Folge einer längeren Intubation im Rahmen einer größeren Operation können Dysphagie auslösen. Dysphagie kann insbesondere auch mit Erkrankungen assoziiert sein, die das Nerven- oder Muskelsystem betreffen. In jedem Fall stellt die eingeschränkte Nahrungsaufnahme eine große Belastung und Herausforderung für Betroffene und pflegende Angehörige dar.

Die größte Gefahr bei Dysphagie ist die Aspiration. Das bedeutet, dass Flüssigkeiten oder Speisen in die Atemwege gelangen und dort eine schwere Lungenentzündung (Aspirationspneumonie) verursachen. Darüber hinaus drohen Mangelernährung und Dehydration, wenn eine ausreichende Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen und Vitaminen nicht mehr gewährleistet ist.

Wann kommen Andickungsmittel zum Einsatz?

Im Rahmen der Dysphagie-Therapie gehört eine diätetische Anpassung von Speisen und Getränken zu den gängigen Methoden der adaptiven Verfahren. Das gezielte Andicken von Getränken, also das gezielte Erhöhen der Viskosität (Zähflüssigkeit) von Lebensmitteln, ist eine der wirksamsten Maßnahmen, die von Logopäden, Ärzten und Ernährungsberatern empfohlen wird.

Werden Andickungsmittel eingesetzt, sorgt die veränderte Konsistenz der Flüssigkeit dafür, dass diese im Mund besser kontrolliert und langsamer abgeschluckt werden kann. Dadurch wird das Aspirationsrisiko verringert. Generell gilt beim Andicken: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Ein Logopäde oder Arzt ermittelt, wie stark Flüssigkeiten angedickt werden müssen, und legt anhand von Anamnese-Gesprächen und Schluck-Tests die geeignete Konsistenzstufe fest.

Weiche Kost und dünnflüssige oder angedickte Getränke, also pürierte Speisen und adaptierte Mahlzeiten, bilden gemeinsam ein sicheres Ernährungskonzept. Ein zentraler Baustein dabei ist das Andicken von Flüssigkeiten mithilfe von Andickungsmitteln. Die Konsistenzstufen reichen dabei von sirupartig bis puddingartig.

Das internationale IDDSI-System (System der „International Dysphagia Diet Standardisation Initiative“) definiert standardisierte Konsistenzstufen für Flüssigkeiten und Speisen. Für Getränke reicht die Skala von Stufe 1 (leicht dickflüssig) bis Stufe 4 (extrem dickflüssig). In der Praxis werden beim Andicken drei Hauptkonsistenzen unterschieden:

  • Sirupartig (IDDSI Stufe 2): Fließt langsamer als Wasser, vergleichbar mit Fruchtsaft-Sirup.
  • Honigartig (IDDSI Stufe 3): Die Konsistenz ähnelt zähflüssigem Honig und fließt nur noch langsam vom Löffel.
  • Puddingartig (IDDSI Stufe 4): Sehr dickflüssig, lässt sich nur noch löffeln.

Durch diese Abstufungen lässt sich die Viskosität von Getränken verändern: von flüssig über sirup- und honigartig bis hin zu puddingartig. Personen, die von Dysphagie betroffen sind können diese dann sicher schlucken, was mit dünnflüssigen Getränken wie Wasser sonst nicht möglich wäre.

Welche Andickungsmittel gibt es?

Andickungsmittel bestehen aus Zutaten wie Maltodextrin, Xanthan, Guarkernmehl oder modifizierter Stärke. Das Dickungspulver besteht bei stärkebasierten Produkten zum Beispiel aus modifizierter Maisstärke. Xanthanbasierte Andickungsmittel – sogenannte „Clear“-Produkte – bleiben transparent in Flüssigkeiten und verändern weder Farbe noch Geschmack der Getränke.

Im RCS-Pro Sortiment finden Sie ein sorgfältig ausgesuchtes Sortiment an Andickungsmitteln für verschiedene Bedürfnisse:

Nutilis Clear Andickungsmittel

Nutilis Powder Andickungsmittel für Getränke und Speisen: Das Nutilis Powder von Nutricia ist eines der meistgenutzten Andickungsmitteln in der Dysphagie-Versorgung. Die Andickungspulver von Nutilis sind als Dose sowie als praktische Sachets erhältlich. Mit Nutilis Powder lassen sich Flüssigkeiten wie Getränke, Suppen und Soßen zuverlässig eindicken – sowohl kalt als auch warm. Die umfangreichen Produktinformationen von Nutricia liefern Ihnen nicht nur Informationen zu den Vorteilen der Produkte, sondern auch Unterstützung rund um Anwendung und Dosierung. Nutilis Clear ist die transparente Variante auf Xanthan-Basis. Dieses Produkt ist ideal, wenn die Optik von Getränken und Speisen unverändert bleiben soll.

Ergänzend bietet der RCS-Pro Shop das Nestlé Thicken Up Andickungsmittel und das Nestlé ThickenUp Clear an. Letzteres bleibt dank Xanthan-Basis ebenfalls transparent und beeinflusst den Eigengeschmack von Getränken nicht.

Wer nach einer günstigen Alternative sucht, findet mit dem JONOVA Andickungspulver sowie dem Thick & Easy von Fresenius Kabi zuverlässige Optionen, die ebenfalls für alle gängigen Konsistenzstufen geeignet sind.

Pulver zum individuellen Andicken und verzehrfertige Trinknahrung decken gemeinsam alle Anforderungen der Dysphagie-Versorgung ab. Der RCS Pro Online-Shop für Pflege- und Medizinprodukte stellt Ihnen hierfür eine breite Auswahl bereit.

Speisen und Getränke richtig andicken: So geht’s

Die korrekte Anwendung und Dosierung der Andickungsmittel ist entscheidend für ein sicheres Ergebnis. Beim Andicken von Flüssigkeiten wie Getränken, Suppen und Soßen sollten folgende Punkte beachtet werden:

1. Dosierung genau abmessen: Verwenden Sie die empfohlene Dosierungshilfe, um die richtige Menge Andickungspulver für die jeweilige IDDSI-Stufe zu dosieren. Ein mitgelieferter Messlöffel liefert präzisere Ergebnisse als ein herkömmlicher Esslöffel.

2. Pulver sofort einrühren: Geben Sie das Andickungspulver in ein trockenes, sauberes Gefäß und fügen Sie dann die Flüssigkeit hinzu. Zügiges Einrühren verhindert Klumpenbildung.

3. Kohlensäure vorher ablassen: Achten Sie darauf, dass sprudelnde Getränke vor dem Andicken möglichst ihre Kohlensäure verlieren, da sie beim Andicken ansonsten stark aufschäumen.

4. Zeitnah verbrauchen: Das zubereitete Produkt sollte sofort verzehrt oder abgedeckt bei Raumtemperatur innerhalb von 6 Stunden und gekühlt innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.

5. Vorsicht bei PEG-Abführmitteln: Diese dürfen nicht mit stärkebasierten Verdickern gemischt werden, da die Wirkung des Abführmittels beeinträchtigt werden kann.

Als praktische Alltagshilfe eignen sich Nosey-Becher mit Nasenausschnitt, die das Nackendehnen beim Trinken verhindern. Im RCS-Pro Sortiment haben wir beispielsweise den CapoCup im Angebot. Bei der Lagerung im Bett können spezielle Lagerungskissen für Arme und Hände zusätzlichen Komfort beim Trinken bieten. Der sogenannte „Nick-Trick“, bei dem der Kopf beim Schlucken leicht nach vorne geneigt wird, unterstützt das kontrolliertere und langsamere Schlucken ebenfalls wirkungsvoll.

Mögliche Nebenwirkungen und worauf Sie achten sollten

Auch beim regelmäßigen Einsatz von Andickungsmitteln gilt es, einige Nebenwirkungen im Blick zu behalten. Eine häufige Nebenwirkung ist Verstopfung, da Andickungsmittel Flüssigkeiten binden und den Stuhl dadurch härter machen können. Zudem kann die Verwendung von Andickungsmitteln das Durstgefühl verringern, was zu einer insgesamt geringeren Flüssigkeitsaufnahme und damit zu Dehydration führen kann. Dieses Risiko besteht besonders bei älteren Personen.

Bei längerer Anwendung von Andickungsmitteln können zudem Verdauungsbeschwerden auftreten – insbesondere bei Personen, die dafür empfindlich sind. Die Veränderung der Konsistenz durch Andickungsmittel kann außerdem das Geschmacksempfinden beeinflussen, was bei manchen Personen zu einer Ablehnung des Produkts führt. Hier empfehlen sich geschmacksneutrale, transparente Andickungsmittel, wie etwa Nutilis Clear oder ThickenUp Clear aus dem RCS-Pro Shop, die Speisen und Getränke optisch kaum verändern.

Wichtig: Andickungsmittel können das Risiko von Aspirationen erhöhen, wenn sie nicht korrekt angewendet werden. Die Dosierung sollte deshalb stets der vom Arzt verordneten IDDSI-Stufe entsprechen.

Die Nahrungsaufnahme leichter gestalten: Die richtige Gesamtstrategie

Dysphagie ist ein komplexes Krankheitsbild, das selten isoliert, meist als Teil einer größeren Grunderkrankung auftritt. Das Andicken von Flüssigkeiten und die diätetische Anpassung von Speisen und Getränken erleichtern die Nahrungsaufnahme – ersetzen jedoch keine logopädische Therapie. Im Rahmen der Dysphagie-Therapie werden adaptiven Verfahren wie Konsistenzanpassungen stets durch Schluckübungen, Lagerungsmaßnahmen und ggf. enterale Ernährung ergänzt.

Im RCS-Pro Shop finden Sie neben Andickungsmitteln auch Produkte zur enteralen Ernährung, wie Trinknahrung und Sondennahrung. Darüber hinaus bieten wir in unserem Sortiment Trinkhilfen, Mobilitätshilfen, Hilfsmittel für Bad und WC sowie ergänzende Pflegeprodukte. Unser erfahrenes Serviceteam aus examinierten Pflegefachkräften und Medizintechnikern berät Sie gerne bei der Auswahl – egal ob für den Einsatz zuhause oder in der stationären Versorgung.


FAQs: Häufige Fragen zum Andicken von Flüssigkeiten

1. Wie stark müssen Flüssigkeiten bei Dysphagie angedickt werden?

Die geeignete Konsistenzstufe wird durch einen Logopäden oder Arzt anhand von Schluck-Tests und Anamnese-Gesprächen ermittelt. Das internationale IDDSI-System bietet dabei einen klaren Rahmen von Stufe 1 (leicht dickflüssig) bis Stufe 4 (puddingartig). Eine eigenständige Anpassung ohne fachliche Begleitung ist nicht empfehlenswert, da eine falsch gewählte Konsistenz das Aspirationsrisiko stark erhöhen kann.

2. Können Andickungsmittel auch in warme Flüssigkeiten wie Getränke, Suppen und Soßen eingerührt werden?

Ja. Die meisten modernen Andickungsmittel lassen sich problemlos sowohl in kalte als auch in warme Flüssigkeiten wie Getränke, Suppen und Soßen einrühren. Beachten Sie, dass stärkebasierte Andickungsmittel bei sehr hohen Temperaturen ihre Konsistenz verändern können. Xanthanbasierte Produkte wie Nutilis Clear oder ThickenUp Clear sind hier stabiler.

3. Was macht das Andickungsmittel von Nutricia besonders geeignet?

Das Nutilis Powder von Nutricia gehört zu den meistgenutzten Andickungsmitteln in Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Es ist geschmacksneutral, lässt sich einfach dosieren und eignet sich für ein breites Spektrum an Speisen und Getränken. Nutilis Clear bleibt durch seine Xanthan-Basis transparent und verändert Farbe und Geschmack der angedickten Flüssigkeiten nicht. Das ist ein wichtiger Vorteil für Personen, die sensibel auf Veränderungen reagieren.

4. Können die Kosten für Andickungsmittel von der Krankenkasse übernommen werden?

Andickungsmittel sind als diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke klassifiziert und können bei einer Dysphagie-Diagnose vom Arzt verordnet werden. Ob und in welchem Umfang die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt vom Einzelfall ab. Sprechen Sie dies mit Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse direkt ab.

5. Wie lange sind angedickte Getränke und Speisen haltbar?

Das angedickte Produkt sollte direkt nach der Zubereitung verzehrt werden. Ansonsten ist es innerhalb von 6 Stunden bei Raumtemperatur und innerhalb von 24 Stunden bei der Lagerung im Kühlschrank zu verbrauchen, sofern es abgedeckt ist. Eine längere Lagerung kann die Konsistenz verändern. Bereiten Sie das Andickungsmittel daher stets frisch zu und bewahren Sie das trockene Pulver verschlossen und trocken auf.

Andickungsmittel bei Dysphagie – Anwendung, Dosierung & Produkte

Schluckstörungen betreffen viele Menschen – besonders im Alter, nach einem Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen. Wenn Flüssigkeiten zu schnell fließen, wird die Nahrungsaufnahme zur Herausforderung. Andickungsmittel schaffen Abhilfe und ermöglichen eine sichere Ernährung. Dieser Ratgeber erklärt Anwendung, Dosierung und empfiehlt passende Produkte bei Schluckbeschwerden.

Was sind Andickungsmittel und wie wirken sie?

Andickungsmittel sind Pulver, welche die Konsistenz von Flüssigkeiten und Speisen verändern. Sie binden Wasser und machen Getränke sowie Nahrung dickflüssiger. Das verlängert die Zeit, in der die Nahrung im Mund bleibt, und gibt Betroffenen mehr Kontrolle beim Schlucken. Durch das Andicken sinkt das Risiko, dass Flüssigkeiten in die Luftröhre gelangen.

Die meisten Andickungspulver enthalten Maltodextrin, modifizierte Stärke oder Xanthan. Diese Inhaltsstoffe sind geschmacksneutral und beeinflussen weder Farbe noch Geschmack der Speisen. Menschen mit Dysphagie können damit ihre gewohnten Getränke und Mahlzeiten sicher genießen.

Für wen eignen sich Andickungsmittel?

Instant Andickungspulver kommt bei Personen mit Schluckstörungen zum Einsatz. Nach einem Schlaganfall leiden viele Patienten an einer gestörten Schluckfunktion. Neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose führen ebenfalls häufig zu Schluckbeschwerden und bei onkologischen Erkrankungen im Hals- und Rachenbereich treten ähnliche Probleme auf.

Ältere Menschen sind häufig betroffen, da die Muskulatur nachlässt und der Schluckreflex schwächer wird. Aber auch Kinder mit Entwicklungsstörungen benötigen mitunter angepasste Konsistenzen. In diesen Fällen ist das Diätmanagement mit Andickungsmitteln eine wichtige Therapie zur Unterstützung der Betroffenen.

Die verschiedenen Konsistenzstufen

Andickungsmittel bieten eine flexible Dosierung, sodass die Konsistenz, je nach Schweregrad der Dysphagie, angepasst werden kann. Es gibt drei Hauptstufen:

Stufe 1 – Sirupartig: Für leichte Schluckbeschwerden. Das Getränk fließt langsamer als Wasser. Dosierung: etwa 1 Messlöffel pro 100 ml.

Stufe 2 – Honigartig: Für moderate Schluckstörungen. Die Flüssigkeit läuft deutlich langsamer. Dosierung: etwa 1,5 Messlöffel pro 100 ml.

Stufe 3 – Puddingartig: Bei schweren Schluckstörungen. Die Nahrung ist nahezu löffelfest. Dosierung: etwa 2 Messlöffel pro 100 ml Flüssigkeit.

Die genaue Menge variiert je nach Produkt. Lassen Sie sich beraten, welche Stufe für Sie die richtige ist.

Anwendung und Zubereitung: So geht’s richtig

Die Verwendung von Andickungsmitteln ist unkompliziert. Die meisten Produkte sind Instant Andickungspulver und lösen sich in der Flüssigkeit schnell auf:

  1. Messen Sie die Flüssigkeitsmenge ab – Wasser, Tee, Saft, Suppen oder Trinknahrung.
  2. Geben Sie die entsprechende Menge Andickungspulver mit dem Messlöffel hinzu.
  3. Rühren Sie sofort kräftig um.
  4. Lassen Sie die angedickte Flüssigkeit kurz ruhen – zwischen 30 Sekunden und zwei Minuten.
  5. Prüfen Sie die Konsistenz und passen Sie diese bei Bedarf an.

Die meisten Andickungsmittel sind für kalte und warme Getränke und Speisen geeignet. Achten Sie bei der Auswahl der Produkte darauf, dass die Pulver nicht nachdicken. Das ist ein Qualitätsmerkmal guter Produkte.

Tipps für den Einsatz im Alltag

  • Bereiten Sie Getränke immer frisch zu, da manche Produkte bei langem Stehen ihre Konsistenz verändern.
  • Für unterwegs eignen sich Sachets mit Einzelportionen.
  • Für mehr Variation im Speiseplan können Sie auch Suppen, Soßen und pürierte Speisen andicken.
  • Achten Sie auf eine einheitliche Konsistenz aller Lebensmittel.
  • Bewahren Sie Pulver-Dosen oder -Verpackungen kühl und trocken auf und verschließen Sie die Produkte nach Gebrauch gut.

Welche Andickungsmittel gibt es bei Dysphagie?

Der Markt bietet verschiedene Andickungsmittel, die sich in ihrer Zusammensetzung und ihren Eigenschaften unterscheiden. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Produkte vor, die auch im RCS-Pro Shop erhältlich sind.

Thick & Easy von Fresenius Kabi

Thick & Easy ist ein bekanntes Andickungsmittel auf dem Markt. Das Instant Andickungspulver ist geschmacks- und geruchsneutral und gibt 98% der gebundenen Flüssigkeit im Darm wieder frei. Das ist wichtig zur Vorbeugung von Dehydrierung. Thick & Easy eignet sich für Personen mit Schluckstörungen bei neurologischen oder onkologischen Erkrankungen und unterstützt das Schlucktraining. Erhältlich ist das Pulver im RCS-Pro Shop in der praktischen und gut wieder verschließbaren 225g-Dose.

Nutilis Powder von Nestlé

Nutilis ist ein weiteres Top-Produkt für Menschen mit Dysphagie. Es eignet sich hervorragend zum Andicken von Getränken und Speisen und ist sowohl gluten- als auch laktosefrei. Die Zubereitung gelingt problemlos in kalten und warmen Flüssigkeiten. Nutilis Powder ist amylaseresistent, was bedeutet, dass die gewünschte Konsistenz auch bei Speichelkontakt stabil bleibt. Das ist besonders wichtig, wenn das Essen länger im Mund verweilt. Das Pulver ist in verschiedenen Dosengrößen sowie als praktische Sachets à 12g im RCS-Pro Shop erhältlich.

Nutilis Clear für klare Flüssigkeiten

Ein besonderes Produkt ist Nutilis Clear – das transparente Andickungsmittel. Klare Flüssigkeiten wie Wasser, Tee oder Saft bleiben mit dem Produkt auch nach dem Andicken klar. Dies ist für die Akzeptanz bei Betroffenen von großer Bedeutung. Nutilis Clear ist amylaseresistent und ermöglicht ein Andicken in allen drei Konsistenzstufen. Die Dose mit 175g ist praktisch für den häuslichen Gebrauch.

ThickenUp von Nestlé

Nestlé ThickenUp ist ein geschmacksneutrales Andickungsmittel zum Andicken von Getränken, Suppen, Soßen und pürierten Speisen. Es ist sowohl in kalten als auch warmen Speisen anwendbar, klumpt nicht und dickt nicht nach. Die gebundene Flüssigkeit wird im Darm wieder freigesetzt, was für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung sorgt. Das Produkt ist in Dosen à 227g sowie auch als durchsichtiges Andickungsmittel ThickenUp Clear im RCS-Pro Shop verfügbar. Beide Produkte eignen sich hervorragend für das Diätmanagement bei Patienten mit Schluckstörungen.

Wie wird die richtige Dosierung ermittelt?

Die korrekte Dosierung ist entscheidend für Sicherheit und Erfolg der Therapie. Der behandelnde Arzt oder Logopäde gibt nach einem Schlucktest eine entsprechende Empfehlung. Halten Sie sich an diese Vorgaben und passen Sie die Menge des Andickungsmittels an. Auf jeder Verpackung finden Sie Dosierungsempfehlungen, welche sich meist auf 100 ml Flüssigkeitsmenge beziehen.

Beachten Sie: Verschiedene Getränke benötigen unterschiedlich viel Pulver. Wasser und Tee dicken leichter an als säurehaltige Säfte oder Milch. Notieren Sie die benötigte Menge für Ihre Lieblingsgetränke.

Besondere Hinweise zur Verfügung

Andickungsmittel sind diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke und sollten nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden. Sie dienen dem Diätmanagement bei Schluckstörungen.

Es gibt Situationen, in denen Andickungsmittel nicht geeignet sind: bei Kontraindikation der enteralen Ernährung, akuten gastrointestinalen Blutungen oder Darmverschluss. Auch bei Unverträglichkeiten gegen Inhaltsstoffe verzichten Sie besser auf die Verwendung. Für Kinder unter drei Jahren sind viele Andickungsmittel ebenfalls nicht geeignet.

Andickungsmittel und Trinknahrung kombinieren

Menschen mit Dysphagie benötigen oft hochkalorische Trinknahrung für ihren Nährstoffbedarf. Andickungsmittel lassen sich problemlos mit Trinknahrung kombinieren. Trinknahrung ist meist dickflüssiger als Wasser, daher kann die benötigte Menge an Andickungspulver geringer ausfallen. RCS-Pro bietet neben Andickungsmitteln auch Trinknahrung für verschiedene Bedürfnisse.

Häufig gestellte Fragen zu Andickungsmitteln

Welche Andickungsmittel werden bei Dysphagie eingesetzt?

Bei Dysphagie kommen verschiedene Andickungsmittel zum Einsatz, die speziell für die Behandlung von Schluckstörungen entwickelt wurden. Zu den bekanntesten Produkten gehören Thick & Easy von Fresenius Kabi, Nutilis und Nutilis Clear von Danone sowie Nestlé ThickenUp und Jonova. Diese Produkte sind als bilanzierte Diät für besondere medizinische Zwecke zugelassen und ermöglichen das sichere Andicken von Flüssigkeiten und Speisen in verschiedene Konsistenzstufen.

Welche Andickungsmittel eignen sich bei Schluckstörungen?

Bei Schluckstörungen eignen sich besonders amylaseresistente Andickungsmittel, da diese ihre Konsistenz auch bei längerem Speichelkontakt beibehalten. Produkte wie Nutilis, Nutilis Clear und Thick & Easy erfüllen diese Anforderung. Sie sind geschmacks- und geruchsneutral, lassen sich einfach dosieren und funktionieren sowohl in kalten als auch warmen Getränken. Für unterwegs sind Sachets praktisch, während für den häuslichen Gebrauch größere Dosen zur Verfügung stehen.

Welches Medikament wird bei Dysphagie eingesetzt?

Andickungsmittel sind keine Medikamente im klassischen Sinn, sondern diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke. Sie behandeln nicht die Ursache der Dysphagie, sondern ermöglichen eine sichere Nahrungsaufnahme trotz Schluckbeschwerden. Die eigentliche Behandlung der Dysphagie erfolgt durch Logopädie, Schlucktraining oder, je nach Ursache, durch die Therapie der Grunderkrankung. Andickungsmittel sind eine unterstützende Maßnahme im Rahmen der gesamten Behandlung.

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